Samstag, 19. Juni 2010

BLOCKADEN!!!!

Welch ein dramatischer Titel...so dramatisch sehen wir es leider ja auch. Nun denn, wollen wir es doch mal genauer untersuchen:

Seit längerer Zeit wollte ich bereits einen neuen Text in meinem Blog schreiben. Und ich konnte nicht, weil ich gerade in einer, sagen wir, schwierigen Phase stecke. Das führt mich wiederum zu einer Blockade. Und nun dachte ich, ich wollte eh immer darüber schreiben, was mich beschäftigt! Was liegt also näher, als in diesem Fall die Blockade?

Jeder kennt dieses Gefühl, ich bin kein armer, bedauernswerter Einzelfall. Will ich auch gar nicht sein. Die Frage, die in einem solchen Fall wichtig ist, ist, warum? Warum steht man gerade vor einer Blockade? Was blockiert, was steht zwischen einem selbst und dem, was man tun möchte? Angst? Unwissenheit? Mutlosigkeit?

Alles durchaus menschliche und normale Gefühle. Das interessante hierbei ist nun:
Wie geht man damit um? Ist man der Typ Mensch, der den Kopf in den Sand steckt? Wieder in die Höhle zurück geht? Sich lieber in der dunklen, miesen Höhle aufhält, als in das große Abenteuer zu gehen? Was hindert einen daran, seine sogenannte Komfortzone zu verlassen?

Wenn man immer nur redet und redet und redet, wenn man allen davon erzählt, wie super toll es doch sei dort draußen und wie schön das Leben doch ist, aber sich selbst in Wirklichkeit lieber in der Höhle aufhält um dann nach einiger Zeit wieder den moderigen Gestank der kalten und nassen Höhle zu kritisieren…kann man sich dann noch im Spiegel anschauen und sich das glauben, was man erzählt?

Und dann kommt man auf diese glorreiche Idee, wie Schuppen von den Augen fällt es. Nein, die Blockade kommt nicht durch Angst, Unwissenheit oder Mutlosigkeit. All das wird vorgeschoben, das einzige, wodurch diese Mauer hingestellt wird, ist:

man selbst.

Man selbst baut diese Blockade, die Mauer auf, und nun raten Sie mal, man selber ist der einzige Mensch, das einzige Wesen auf Erden, der diese Mauer wegschieben kann.

Unwissenheit? Man kann sich informieren, und dazu lernen…

Mutlosigkeit? Man kann Biographien, Beispiele von anderen Menschen lesen, sich inspirieren lassen, jeder muss dadurch. Und andere vor einem selbst haben es auch schon geschafft...

Angst? Wenn es danach geht, kann man am besten zuhause bleiben, sich in die Ecke setzen und auf das Ende warten. Nein, das ist natürlich arg krass gesagt, aber Angst darf auch nicht überbewertet werden (das sollte wohl mein neues Mantra sein...).
Es ist ein wichtiges Signal. Man bemerkt es, nimmt es wahr, sagt sich, „Danke, ich habe es noch einmal kontrolliert. Nein, mein leibliches Leben ist nicht in Gefahr, alles ist gut.“ Angst ist nämlich, das weiß ich mittlerweile aus schlauen Büchern, noch ein Urinstinkt. Es war wichtig, damals, als die Steinzeitmenschen tatsächlich um ihr Leben rennen mussten. Es ist wichtig heutzutage für Menschen, die aus bestimmten Gründen um ihr Leben rennen müssen. Wir in unserer Welt müssen das nicht wirklich.

Wenn ich den Schritt in die Selbstständigkeit wage, und es aus welchen Gründen auch immer nicht schaffe, werde ich daran nicht zu Grunde gehen (es kommt natürlich auf die Art der Selbstständigkeit an). Ich wäre traurig ja, aber ich würde nicht sterben. Nein, soweit sollte es nicht kommen.

Und so ist es mit vielen Blockaden und Ängsten. Was man machen kann, einmal geistlich, gedanklich den „Worst case“ durchgehen. Würde man sterben, wenn das, was man befürchtet, eintritt? Und ich rede hier nicht von Dingen, wie Fallschirmspringen ohne Fallschirm. ;=)

Und? Nein, oh Wunder, man wäre um eine Erfahrung reicher. Man hat einen Fehler, eine Fehlentscheidung, begangen. Und hier ist der Witz. Man kann stolz sein, denn schlimmer als einen Fehler zu begehen finde ich, ist es sich gar nicht zu bewegen. Gar nichts zu machen, alles beim Alten zu belassen und sich dann auch noch darüber zu beschweren. Nein, solche Menschen wollen wir doch nicht sein… ;o)

Und noch etwas. Fehler sind gut, solange man sie nicht zweimal begeht. Das berühmte tote Pferd sollte mit aller Würde begraben werden, möge es in Frieden ruhen und man suche sich ein anderes Pferd. Und man untersuche es, bevor man es reiten will, auf die Gesundheit und den Zustand. :)

In diesem Sinne bis ganz bald, möge die Kraft mit uns allen sein, dass wir blöde Blockaden jederzeit von uns schieben können…

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