Mittwoch, 1. September 2010

ZEIT

„Nein, tut mir leid. Keine Zeit jetzt….“

„Wie lange denn noch??? Das dauert ja ewig!!!“

„Ach was, wir haben alle Zeit der Welt.“

„Oh je, wie schnell doch die zeit vergeht…“

Kommt euch das bekannt vor? Vier komplett verschiedene Aspekte zu ein und demselben Thema: ZEIT. Was ist Zeit? Heutzutage scheinen wir kaum noch welche zu haben, und man meint, die Menschen früher hatten alle Zeit der Welt.

Aber ist das so denn wahr? Oder ist das nicht nur unsere Wahrnehmung? Ich kann mir vorstellen, eine Sekunde oder eine Minute in sich hat den gleichen Wert heutzutage wie um das Jahr 1830. Nur die Möglichkeiten sind andere. Die Erwartungen sind andere.

Und wer schürt diese Erwartungen? Dreimal dürft ihr raten. Wir selber. Einerseits kann es nicht schnell genug gehen, andererseits verplempern wir unsere Zeit mit komplett Unnötigem. Wenn wir uns mal wieder auf das Wesentliche konzentrieren, und uns nicht mit Nichtigkeiten rumärgern würden, hätten wir die Zeit mehr zum Freund als zum Feind.

In diesem Sinne ist es mal wieder an der Zeit in sich zu kehren und zu schauen, was nun ganz dringend anliegt, getan werden muss, was der nächste Schritt ist und dann das Wichtigste: T – U - N… ;o)

Sonntag, 1. August 2010

Was das nächste Ufer bringt...

Am Samstag habe ich das Video von Pocahontas „Was das nächste Ufer“ bringt auf Facebook gepostet, und es kam dann die Sprache auf „Neugierde oder Sicherheit“, bzw. die Frage kam auf, wie man denn die Sicherheit loslässt.

Nun zu dem Thema „loslassen“ werde ich ein weiteres Posting schreiben. Da kann man ganze Bücher mit vollschreiben. Aber was Sicherheit angeht, darum soll es nun gehen:

„Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.“ Benjamin Franklin.

Nun, was hat der gute alte Franklin denn damit gemeint? Also, Sicherheit, so wie wir sie definieren, ist nichts weiter als die reine Illusion. Dessen sollten wir uns bewusst werden.

Wenn man sich Gedanken macht über solche Dinge, sollte man immer in sich hören, was man damit assoziiert. Meist ist es in unserer Gesellschaft doch so, dass man meint, Sicherheit sei notwendig, damit man glücklich ist. Ein sicheres Heim, einen sicheren Job, eine sichere Beziehung usw. der Grundgedanke ist jedoch, ein sicheres Heim, damit man vor Kälte und Plünderern geschützt ist. Einen sicheren Job, damit man über die Runden kommt, eine sichere Beziehung, damit man nicht vor Einsamkeit stirbt.

Ganz ehrlich, in unserer heutigen westlichen Welt, brauchen wir tatsächlich Angst davor zu haben? Heim und Job, dafür gibt es den Staat, der das Minimum immer noch gewährleisten kann. Ich sage extra Minimum hier, denn ein trockenes Zimmer und drei Mahlzeiten am Tag reichen, um das Existenzminimum zu halten und damit dieses Ur-Grundbedürfnis zu stillen. Dieses ist immer gegeben, also brauchen wir uns darüber keine Gedanken mehr zu machen. Eine sichere Beziehung, offen gesagt, selbst wenn wir ein Leben lang Singles bleiben, sicherlich kein schönes Gefühl, aber wir werden daran nicht sterben. Das Netzwerk heutzutage ist durch verschiedene Methoden so dermaßen gegeben, theoretisch hat man immer jemanden den man Tag und Nacht anrufen kann, kontaktieren kann. Wir sind jederzeit dazu in der Lage mit der Welt da draußen zu kommunizieren. Wir sollten daher aufrichtig zu uns selbst sein, wenn wir nach wie vor damit ein Problem haben, haben wir schlicht und einfach ein Problem mit uns selbst.

Es ist ja auch so viel einfacher seine Zweifel und Ängste auf andere Menschen zu projizieren, sich zu sagen, dieser Mensch mag mich nicht, der ist doof und damit in Selbstmitleid zu vergehen anstatt diesen Satz vielleicht mal an die Person zu richten, die man im Spiegel sieht. Und dann die Reaktion darauf zu beobachten, und daran zu arbeiten, das diese Person im Spiegel einen mag, denn wenn man das geschafft hat… nun ich weiß nicht genau, was das dann für positive Folgen hat, ich lass es euch wissen, wenn ich diese Erfahrung gemacht habe ;)

Ich sehe schon „Einsamkeit und Beziehung“ sollte ebenso ein Thema für sich hier sein.

Nun also noch mal zur Sicherheit zurück. Wenn wir also über die Ur-Bedürfnisse in Sachen Sicherheit nachdenken, so sind diese doch in unserer jetzigen Welt jederzeit und stets und immer gegeben. Diese Bedürfnisse sind also allzeit befriedigt, um es mal so auszudrücken. Warum hadern wir aber nach wie vor damit?

Ist es vielleicht nicht in der menschlichen Natur, in der Theorie der Evolution vorgesehen, ein Bedürfnis zu haben, das alle Zeit gedeckt ist? Was passiert denn, wenn wir in der Hinsicht keine Motivation mehr finden, dem hinter her zu jagen? Wenn wir es stets und immer zur Verfügung haben? Dann haben wir irgendwann kein Interesse mehr daran, es entsteht ein Stillstand. Da aber Stillstand nicht vorgesehen ist, haben wir ein Bedürfnis, es immer noch zu wollen, also projizieren wir Unsicherheit in Dinge, in denen diese gar nicht existiert. Nur um wieder sagen zu können, ich will Sicherheit. Es ist in der Natur der Menschen, es ist normal.

Aber die Evolution wäre keine Evolution, wenn wir diesen Trick der menschlichen Natur nicht irgendwann aufdecken und alles daran setzen könnten, es auszutricksen. Denn nun sind wir uns BE-wußt, was das „Problem“ ist und schon in dem wir uns klar machen, dass es nur eine Illusion ist, können wir unser Leben genießen. Und die Evolution kann auf der nächsten Ebene weitergehen.

Also wer braucht schon die Sehnsucht nach Sicherheit, wenn die Ur-Bedürfnisse gestillt sind? Sicherheit ist nichts weiter als eine Illusion und eine Blockade, nach wie vor. Neugierde ist das, was uns weiterbringt, ist das, was uns weiterentwickeln lässt. Ist das, was uns dazu veranlasst hat, von den Bäumen herunter zu kommen, und dann irgendwann auf zwei Beinen zu laufen. Neugierde ist das, was mich dazu veranlasst, zu schauen, was denn nun das nächste Ufer bringen wird…in diesem Sinne allzeit gute Fahrt euch allen!! :o)

Montag, 19. Juli 2010

Perfektionist vs. Profi

Hier wird es nun darum gehen, warum man durchaus professionell aber auf keinen Fall perfekt sein sollte. Das eine geht nicht ohne das andere?? Nun ich behaupte, das eine funktioniert nicht mit dem anderen. Nämlich Profi sein kann man nicht, wenn man Perfektionist ist…ich werde es erklären:

Das gute alte Thema, Perfektionismus sollte mal von zwei Seiten betrachtet werden. Denn es gibt die Menschen, die zu Über-Perfektionismus neigen und dadurch sich selbst im Weg stehen. Und dann gibt es die, die dem ganzen überdrüssig sind, und dann nur noch oberflächlich handeln und sich nicht konzentrieren können. Beides keine gute Ausgangssituation, oder?

Nun Über-Perfektionismus: Strebe ich dem Perfektionismus entgegen, setze ich mir selbst eine Grenze. Wenn ich also in einem Bereich perfekt werden möchte, strenge ich mich nur solange an, bis ich dieses Gebiet in meinen Augen perfekt beherrsche beziehungsweise von jemanden ein Zertifikat erhalte, das mir sagt, ich hätte die Bedingungen erfüllt und bin nun Perfektionist(in) in dem Bereich XY. Und dann? Dann behaupte ich auf der gleichen Ebene auch, ich sei Profi… Was passiert danach? Im schlimmsten Fall ruhe ich mich auf meinen Lorbeerblättern aus und bleibe in meiner Entwicklung hier stehen. Aber in der Entwicklung stehen zu bleiben macht in meinen Augen keinen Profi aus…

Dann gibt es den, der dem ganzen überdrüssig ist. Der alles sich oberflächlich anschaut, dann nach kurzer Zeit keine Lust mehr hat, sich anderem zuwendet. Nun, dieser ist weder Profi noch Perfektionist, dieser hangelt sich ohne Sinn und Ziel durch das Leben und fragt sich dann am Ende, was er eigentlich die ganze Zeit gemacht hat…auch keine schöne Vorstellung.

Nun kommen wir also zu dem, der in alle dem den idealen Mittelweg findet. Dieser behauptet niemals von sich perfekt zu sein, er gibt sich einer Sache komplett hin, wird Profi und entwickelt sich weiter und weiter und weiter und hört nie auf zu lernen. Wenn man ihn fragt, kommt die Antwort: "Perfektionist? Ich? Aber nicht doch, gibt noch tausend weitere Dinge zu lernen, da kann man nie perfekt werden. Außerdem Perfektionist ist in meinen Augen derjenige, der unbedingt beim ersten Mal alles richtig machen will. Ich habe es schon tausend Mal versucht, und selbst beim 1001. Mal habe ich festgestellt, dass ich immer noch einen Fehler gemacht habe. Aber das ist ja auch in Ordnung, Fehler und Fehlschläge gehören dazu. Wie heißt es so schön: Es ist in Ordnung 100-mal hinzufallen, solange du 101-mal wieder aufstehst…."

Wie Sie sehen, sollte man also durchaus Profi sein, ohne perfektionistisch zu handeln. So steht man sich selbst und seiner Entwicklung wenigstens nicht im Wege…

In diesem Sinne wünsche ich allen eine durchaus professionelle aber so ganz und gar keine perfekte Woche…

Ildikó Varga

Montag, 12. Juli 2010

HAMBURG - Außenalster







Diese Woche wollte ich gern einmal mit diesen schönen Bildern beginnen. Diese habe ich bei einem kleinen Spaziergang rund um die Außenalster gemacht. Naja, klein ist auch relativ. Denn wenn man, so wie ich an diesem einen Tag, einmal komplett um die Außenalster geht, geht man locker 7.2 km...

Ach ja, es ist übrigens in meiner Heimatstadt, Hamburg. An der Elbe, die Perle des Nordens. Ich denke, dass ich euch das eine oder andere mal auf eine kleine "Tour" mitnehme, in dem ich es einfach hier poste.

Nun aber zu den Bildern: Sie sind entstanden als ich von der City Richtung Norden an der Ostseite der Alster längs gelaufen bin. Hier eine kurze Beschreibung:

Bild 1: Nach einem ersten laaaangen Spaziergang findet man, ich schätze mal in etwa in der Mitte, eine kleine Stelle, an der dieser Baum steht. Bänke und Grünfläche drumherum gibt es genug, so dass man sich niederlassen und seine Gedanken freien Lauf lassen kann...

Bild 2:
DIes ist bereits die West-Seite der Alster. Nachdem wir nun also diesen langen Weg drum herum gegangen sind, warten hier diese netten Stühle, auf der man sich in der Stille wunderbar ausruhen kann.

Bild 3: In ewta an derselben Stelle, hier hat man eine schöne Sicht auf das Hotel, an dem man eben noch vorbeigelaufen ist, so wunderbar mit der Alster vor der Tür...

Bild 4: Oh ja, hier ein süßes Wassertier ;), kurze Erfrischung an diesem heißen Sommertag. Ach übrigens, es gibt Stellen, an denen nicht nur Tiere in der Alster baden...nun, wer es denn mag...

Bild 5: Und zu guter letzt, man ist quasi einmal rumgelaufen, dies ist die Aussicht von der Kennedybrücke. Diese befindet sich zwischen der Innen- und Außenalster und man hat eine schöne Sicht auf unsere City inklusive des Rathauses.

Im Übrigen, wenn man sich sehr viel Zeit lässt und alles genießen möchte, kann man locker mit 2 Stunden um die Alster herumgehen rechnen (Pausen nicht einberechnet).

Hoffe euch hat dieser kleine Ausflug Spaß gemacht, bis bald...

Montag, 5. Juli 2010

Die Freiheitswoche

Im Blogger-Kalender wird diese Woche vom gestrigen Tag an als „Freiheitswoche“ angekündigt. Und ich hatte mir erst nichts weiter dabei gedacht, habe über den Begriff „Freiheit“ allgemein nachgedacht, bis ich darauf kam: 4. Juli. Na klar, vor 234 Jahren die Unabhängigkeitserklärung der USA, und da sich der Blogger-Kalender in erster Linie auf Daten aus den USA bezieht, kann es sich ja nur darum handeln.

Nun, was bedeutet denn diese Freiheit, diese Unabhängigkeit? Die Amerikaner feiern mit pompösen Feuerwerken und großen Parties und freuen sich, ja wir sind unabhängig. Im Geschichtsunterricht wird es groß erklärt und gelehrt, was die Männer und Frauen um 1776 alles getan haben und unter welchen Umständen all dies geschehen ist.

Aber wofür? Verzeiht, dies soll kein negativer Artikel werden, nur einer der die Dinge ein wenig bewußter machen läßt. Was hat die Menschen damals dazu bewegt, diesen Kampf zu beginnen, durchzuführen und, egal was kommen mochte, erfolgreich zu beenden?

Und was passiert damit heute? Mit den Kindern, die sehr wohl alle 50/ 51 (offiziell/inoffiziell) Staaten und ihre Hauptstädte auswendig wissen, die sehr wohl alle ihre Präsidenten aufzählen können, aber die nicht wissen, wo Australien liegt, die keine Ahnung haben, das in anderen Ländern der Strom und das Internet genauso funktioniert wie in ihrem Land (dies sind Erfahrungen, die ich persönlich mit Amerikanern gemacht hatte, und es waren keine Amerikaner vom Lande ohne Fernseher…).

Die genau wissen, was sie als nächstes kaufen wollen und dies auch sofort tun, es gibt da diesen Magier „Kredit“, der das möglich macht. Und dann sind sie bis an ihr Lebensende dazu verdammt, 100Stunden die Woche zu arbeiten um ihren Kredit abzuzahlen. Und das, was sie sich durch diesen Kredit erworben haben, können sie das noch genießen?

Es ist diese Mentalität, ich will alles, ich will es jetzt in diesem Augenblick. Ist das denn noch im Sinne der Unabhängigkeitserklärung? Machte man sich vor 234 Jahren von anderen Mächten unabhängig, damit man heute von diesem bösen Magier „Kredit“ abhängig ist?

Und Freiheit, was bedeutete das damals, was heute? Gibt es denn Freiheit heute? Können die Menschen, egal welcher Rasse, egal welcher Religion angehörig, heutzutage so frei leben, wie sie es möchten (und ich betone hier bitte immer nur in dem Rahmen das der eigene Lebensstil keine anderen Menschen und Lebewesen in irgendeiner Weise gefährdet)?

Und was ist mit der Freiheit und er Unabhängigkeit der Ureinwohner Amerikas?
Und Ponce de Leon und Christophe Kolumbus, was all diese Entdecker vor über 500 Jahren wirklich wollten, was sie beabsichtigten, wird ja immer wieder gern diskutiert, wenn es auch wenig Sinn macht. Wirklich erfahren werden wir es nicht mehr.

Als dann also am 4. Juli 1776 die Unabhängigkeitserklärung verlesen wurde, wurde damit der Abhängigkeit Englands und im gewissen Sinne Europas ein Ende gesetzt. Nun also konnte das kleine Kind „Vereinigte Staaten Amerika‘s“ seinen eigenen Weg gehen, es machte die ersten Schritte losgelöst von der führenden und zugleich kontrollierenden Hand des Vaters Englands. Doch was dieses kleine Kind wohl damals im Sinne hatte, das wissen wir nicht. Es wollte einfach nur eine Entdeckungstour durch das eigene Heim machen. Ob es sich vorgestellt hatte, jetzt im Erwachsenenalter sich so durchzutaumeln, ich weiß es nicht.

Ich wünsche allen Amerikanern (ja, eigentlich allen Nationen dieser Welt), daß sie die verfälschende Brille von den Augen nehmen, die Dinge sehen, wie sie sind und begreifen, das egal, was kommt, egal wer was sagt, jeder Mensch kann sein eigenes Schicksal selbst in die Hand nehmen. Es gibt, gerade in Amerika, mehr als genug Beispiele dafür, dass das tatsächlich geht. Man muß sich nur die Lebenswege, und vor allem die Schicksalsschläge dieser Menschen vor Augen halten.

Denn das ist sicher, der amerikanische Traum lebt auch heute noch, und zwar durch jedes einzelne Schicksal, das diesem nachstrebt. Mit einer kleinen Portion Individualismus gleichzeitig gepaart mit Gemeinschaftssinn, in Freiheit und Unabhängigkeit.

In diesem Sinne allen eine schöne „Woche der Freiheit“...

Donnerstag, 1. Juli 2010

Alte Gewohnheiten

Nun heute möchte ich mich schriftlich damit befassen, womit ich mich gestern in ausgiebiger Form befasst habe: alte Gewohnheiten…

Nur so aus reiner Langeweile und Neugierde mache ich den Fernseher an (ich schaue seit einiger Zeit kein TV mehr, habe festgestellt dass ich kreativ wesentlich produktiver bin so), zapp mich durch und bleibe bei N24 stehen. SAT1 und RTL machen mir keinen Spaß mehr (zum Glück…), jedenfalls nicht morgens um 9h30. So erfahre denn auf N24, dass die große Wahl stattfindet und live übertragen wird.

Und ich denk mir, ein solch wichtiger Tag, den sollte ich miterleben…um dann um 18h00immer noch fest zu stellen, die sind ja zu dämlich um ihre Kreuzchen zu machen (naja, war ja eh alles Show…) und schaffen es dann erst in der dritten Runde, die dann um 21h30 zu Ende ist. Ja, so kann man sich auch Überstunden anrechnen lassen, aber okay, hier geht es jetzt nicht um ein Wahlkommentar, ich möchte auf etwas anderes hinaus. Ich bin auch nicht von morgens 9h30 bis abends 21h30 vorm Fernseher festgeschnallt gewesen. Ich war sogar joggen zwischendurch…ursprünglich wollte ich was komplett anderes machen, wurde durch andere Begebenheiten verhindert und so kam es, dass ich den ganzen Tag insgesamt unproduktiv verbracht habe.

Meine alte Gewohnheit also, TV schauen, irgendwie wieder da. Und im Grunde letztlich auch nicht schlimm. Ich glaube, ich will derzeit ziemlich viel in ziemlich kurzer Zeit verändern. Ich kann natürlich nichts übers Knie brechen und von daher, von Zeit zu Zeit in alte Maschen zurückzufallen gehört vielleicht sogar dazu.

Was ich damit sagen will, wenn wir etwas ändern wollen, aber einmal schwach werden, einmal nicht die 3km laufen oder die Ernährung einen Tag nicht so durchhalten oder einen Tag nicht die von uns selbst geforderten 10 Seiten schreiben oder sogar an einem Tag gar nichts von alledem einhalten, ist es nicht schlimm. Ich habe nun den Entschluss gefasst, diesen Tag als solchen einfach abzuhaken.

Aufzuhören, mich fertig zu machen, nicht meinen kompletten Plan komplett hinzuschmeißen, sondern heute, an diesem nächsten Tag einfach dort weiterzumachen, wo ich vorgestern aufgehört habe. Ohne mich umzudrehen, ohne Reue, einfach sein. Es ist wie bei den Meditationen, da soll man auch nicht gegen Gedanken ankämpfen, je mehr man dagegen kämpft, dem also Aufmerksamkeit schenkt, desto größer werden sie. Den Gedanken einfach zulassen, wahrnehmen und ihn dann wieder ziehen lassen.

So ist es auch mit diesem einen Tag, wahrnehmen, dass er passiert ist, ungeschehen kann ich ihn ja eh nicht mehr machen, in Gedanken loslösen und weitermachen. Es hört sich jetzt vielleicht auf dem ersten Blick wie eine Entschuldigung an, eine Ausrede. So hätte ich früher gedacht. Hätte mich fertiggemacht und dann mit diesen alten Gewohnheiten weitergemacht, denn ich „schaffe das ja eh nicht“. Dieser fiese innere Monolog zu uns, ich halte diesem fiesen Mädel auf meiner linken Schulter jetzt einfach seinen Mund zu, sie hat Sendepause, und ich mache weiter, wo ich aufgehört habe.

Denn wenn ich die alten Gewohnheiten jahrelang gehegt und gepflegt habe, ist es schwieriger diese innerhalb einer Woche komplett umzuändern (insbesondere wenn es gleich mehrere gleichzeitig sind). In diesem Sinne mache ich heute dort weiter, wo ich vorgestern aufgehört habe und mache mich gleich auf in meine weiteren „Recherchen“.

Und wenn ich nicht gerade in den nächsten Tagen in die alte Gewohnheit falle, nichts zu schreiben, lest ihr die Tage auch wieder etwas neues von mir. ;o))

Bis bald mal wieder,

Sonntag, 27. Juni 2010

EXTREME-AUSMISTING

Ich weiß, ich weiß, es ist ein Sonntag, an dem ich dies poste, aber sagen wir, es ist irgendwo auch passend. WochenENDE, man macht sich Gedanken.
Und die Gedanken können sich ja im Laufe des Tages entwickeln, um dann mit neuem Elan in die kommende Woche zu starten. Viel Spaß nun beim Lesen...;o))

Habt ihr das auch? Schulhefte aus der zweiten Klasse, ewig viele Bravos, Mickey Mäuse, Klamotten, die ihr seit Jahren nicht mehr anhattet und Heftchen und Notizzettel, zu denen ihr nur einmal kurz Zeit bräuchtet, um sie euch durchzuschauen. Und wenn man sie durchschaut, behält man wieder 75% davon, weil man das ja eventuell irgendwann mal gebrauchen könnte….schnarch!!!

So, jetzt aber aufstehen und RAUS DAMIT!!! Ich bin gerade selbst beim „Extreme-Ausmisting“. Der Frühjahrsputz ist nichts dagegen, wie ich vorgehe?
Ich frage mich: Wenn (natürlich wird es nie passieren, ich visualisier das auch nicht sooo doll…) mal das Haus abbrennen, und alles, aber wirklich ALLES weg sein sollte, WAS würde ich…NICHT mehr vermissen. Ich gehe jede Wette ein, es gibt Dinge, die würde ich nie vermissen, weil ich gar nicht mehr WUSSTE, dass ich das überhaupt noch habe.
Andererseits wieder, wenn ich es mir vornehme, anschaue und sage: „Okay, du warst auch noch da und jetzt WEG MIT DIR.“, dann ist es doch auch irgendwie reinigend. Denn wir werden Ballast los, wir lösen uns. Das ist das schlimmste, zu klammern (ach ja, ich bin ja selber so eine Klammerin, egal ob Gegenstände oder Personen…;o) ), an der Vergangenheit festzuhalten. Lass es los.

Es gibt so einen schönen Spruch: „ Lass los, dann hast du beide Hände frei.“ Beide Hände sind dann frei, neues zu beginnen, einen neuen Weg zu gehen. Der alte ist zu Ende, und du entscheidest ( ;o) ) dich also für EINEN neuen Weg. Diesen zu gehen mit einem Rucksack voller Dinge, die du auf dem alten Weg brauchtest, aber jetzt nicht mehr, ist unnötig. Lass alles am Ende des alten Weges zurück. Nimm nur noch mit, was du WIRKLICH brauchst. Weg mit dem Mist, her mit neuen inspirierenden Dingen.

Ich habe eine Zeitlang selber gedacht, es wäre total schrecklich, 10 Jahre lang habe ich so vor mich her gelebt und alles, was ich besitze, passt gut und gern in ein Auto hinein in Koffern und Kisten. Aber ist das denn wirklich das, was zählt? Die materiellen Besitztümer? Oder eher das, was man auf diesem Weg in den 10 Jahren gelernt hat? Vielleicht ja auch, was ich entschieden habe, jetzt zu tun. Und dazu brauche ich vermutlich die Besitztümer, die ich hätte haben können, gar nicht. Also ist es doch eh egal.

Nun denn, dann setz dich jetzt mal in deine Wohnung oder dein Haus, und überlege gut, was du WIRKLICH brauchst…wenn du erst mal ausgemistet hast, dann können wir weiterschauen, was du mit dem vielen gewonnen Platz so anstellen kannst, bis dahin erst mal

„Happy Ausmisting“ ;)

Freitag, 25. Juni 2010

ENTSCHEIDUNG...oh je, was kommt denn jetzt??

Meine lieben Freunde, dieser Blog soll sich dahingehend entwickeln, dass ich über Dinge, die mich beschäftigen bzw. die mir passiert sind, schreibe.
Ich möchte gern meine Erfahrung auf meinem Weg mit euch teilen. Vielleicht ermutigt das den einen oder anderen ja ebenso. Wenn ihr mögt, könnt ihr mir gern eure Erfahrungen mitteilen. Es würde mich sehr freuen.

Nun denn zu unserem heutigen Thema:
So langsam ist mir klar geworden, was hinter diesem Wort wirklich steckt. Entscheidung!

Vor kurzem habe ich das Buch „Die Gesetze der Gewinner“ von Bodo Schäfer angefangen, und da erklärte er es wie folgt: Ent-scheidung, das bedeutet eben, in dem Moment, in dem man sich für EINE Sache entscheidet, automatisch eine andere ausblendet.

In unserer heutigen Welt, in der wir uns erzählen, wir seien Multitasking-fähig(dazu in einem weiteren Blogbeitrag mehr), ist es ziemlich schäbig und im Grunde uncool, sich zu entscheiden.

„Zu deiner Party? Ja, mal schauen…“ Es könnte ja noch eine Einladung zu einer besseren kommen…
„Mit dir zusammen sein? Ja warum nicht…“ Zumindest solange sich nicht jemand besseres findet.

Nun diese und ähnliche Aussagen zeigen, wie gravierend das „Sich nicht entscheiden können“ sein kann. Warum muss ich mich entscheiden, wenn ich doch alles machen kann.
Ja natürlich, man kann machen, was man möchte. Die Grenzen sind erweitert, wir können leichter im Ausland arbeiten, wir können umherreisen und andere Kulturen kennen lernen. Vielleicht ist ja eine dabei, die mir besser gefällt, als die, in der ich aufgewachsen bin.

Aber die Tatsache, mehrere Wege gehen zu KÖNNEN, sagt nichts aus. Denn wenn ich diese Wege habe, mich aber nicht für einen Weg entscheiden kann, was bringt es mir denn?

Wir sind in einer 500 Suppentüten-Philosophie gefangen. Was das heißt? Nun, früher gab es 5 Suppentüten, da war es einfach. Heutzutage gibt es pro Marke über 50 (!!) verschiedene. Ja mein Gott, wer braucht denn so viel? Und dann steh ich vor dem Regal und verplemper kostbare Zeit, weil ich mich nicht entscheiden kann…ach menno, wenn das Leben nur nicht so schwer wäre, hahaha, selten so toll gelacht.

Wir HABEN heutzutage die Möglichkeit, alles was wir brauchen, ist ein klein wenig Mut zum Risiko, eine falsche Entscheidung treffen zu können. Und bedenkt auch, dass ihr niemals keine Entscheidung trefft. Denn in dem Moment, in dem ihr euch nicht entscheidet, haben ihr euch eben dazu entschieden: Sich nicht zu entscheiden, sich aus der Verantwortung zu ziehen. Und dann müsst ihr mit den Konsequenzen leben…

Also habt nur Mut, genau wie ich, ich habe mich nun also dazu entschieden, diesen Weg zu gehen, ich werde mich nicht mehr um einen „normalen Job“ kümmern.
Ob es klappt? Ich weiß es nicht, aber mit Sicherheit kann ich jetzt alle meine Energie hier hinein stecken und alles tun, damit dieser Traum wahr wird.

Bis bald mal wieder…

Samstag, 19. Juni 2010

BLOCKADEN!!!!

Welch ein dramatischer Titel...so dramatisch sehen wir es leider ja auch. Nun denn, wollen wir es doch mal genauer untersuchen:

Seit längerer Zeit wollte ich bereits einen neuen Text in meinem Blog schreiben. Und ich konnte nicht, weil ich gerade in einer, sagen wir, schwierigen Phase stecke. Das führt mich wiederum zu einer Blockade. Und nun dachte ich, ich wollte eh immer darüber schreiben, was mich beschäftigt! Was liegt also näher, als in diesem Fall die Blockade?

Jeder kennt dieses Gefühl, ich bin kein armer, bedauernswerter Einzelfall. Will ich auch gar nicht sein. Die Frage, die in einem solchen Fall wichtig ist, ist, warum? Warum steht man gerade vor einer Blockade? Was blockiert, was steht zwischen einem selbst und dem, was man tun möchte? Angst? Unwissenheit? Mutlosigkeit?

Alles durchaus menschliche und normale Gefühle. Das interessante hierbei ist nun:
Wie geht man damit um? Ist man der Typ Mensch, der den Kopf in den Sand steckt? Wieder in die Höhle zurück geht? Sich lieber in der dunklen, miesen Höhle aufhält, als in das große Abenteuer zu gehen? Was hindert einen daran, seine sogenannte Komfortzone zu verlassen?

Wenn man immer nur redet und redet und redet, wenn man allen davon erzählt, wie super toll es doch sei dort draußen und wie schön das Leben doch ist, aber sich selbst in Wirklichkeit lieber in der Höhle aufhält um dann nach einiger Zeit wieder den moderigen Gestank der kalten und nassen Höhle zu kritisieren…kann man sich dann noch im Spiegel anschauen und sich das glauben, was man erzählt?

Und dann kommt man auf diese glorreiche Idee, wie Schuppen von den Augen fällt es. Nein, die Blockade kommt nicht durch Angst, Unwissenheit oder Mutlosigkeit. All das wird vorgeschoben, das einzige, wodurch diese Mauer hingestellt wird, ist:

man selbst.

Man selbst baut diese Blockade, die Mauer auf, und nun raten Sie mal, man selber ist der einzige Mensch, das einzige Wesen auf Erden, der diese Mauer wegschieben kann.

Unwissenheit? Man kann sich informieren, und dazu lernen…

Mutlosigkeit? Man kann Biographien, Beispiele von anderen Menschen lesen, sich inspirieren lassen, jeder muss dadurch. Und andere vor einem selbst haben es auch schon geschafft...

Angst? Wenn es danach geht, kann man am besten zuhause bleiben, sich in die Ecke setzen und auf das Ende warten. Nein, das ist natürlich arg krass gesagt, aber Angst darf auch nicht überbewertet werden (das sollte wohl mein neues Mantra sein...).
Es ist ein wichtiges Signal. Man bemerkt es, nimmt es wahr, sagt sich, „Danke, ich habe es noch einmal kontrolliert. Nein, mein leibliches Leben ist nicht in Gefahr, alles ist gut.“ Angst ist nämlich, das weiß ich mittlerweile aus schlauen Büchern, noch ein Urinstinkt. Es war wichtig, damals, als die Steinzeitmenschen tatsächlich um ihr Leben rennen mussten. Es ist wichtig heutzutage für Menschen, die aus bestimmten Gründen um ihr Leben rennen müssen. Wir in unserer Welt müssen das nicht wirklich.

Wenn ich den Schritt in die Selbstständigkeit wage, und es aus welchen Gründen auch immer nicht schaffe, werde ich daran nicht zu Grunde gehen (es kommt natürlich auf die Art der Selbstständigkeit an). Ich wäre traurig ja, aber ich würde nicht sterben. Nein, soweit sollte es nicht kommen.

Und so ist es mit vielen Blockaden und Ängsten. Was man machen kann, einmal geistlich, gedanklich den „Worst case“ durchgehen. Würde man sterben, wenn das, was man befürchtet, eintritt? Und ich rede hier nicht von Dingen, wie Fallschirmspringen ohne Fallschirm. ;=)

Und? Nein, oh Wunder, man wäre um eine Erfahrung reicher. Man hat einen Fehler, eine Fehlentscheidung, begangen. Und hier ist der Witz. Man kann stolz sein, denn schlimmer als einen Fehler zu begehen finde ich, ist es sich gar nicht zu bewegen. Gar nichts zu machen, alles beim Alten zu belassen und sich dann auch noch darüber zu beschweren. Nein, solche Menschen wollen wir doch nicht sein… ;o)

Und noch etwas. Fehler sind gut, solange man sie nicht zweimal begeht. Das berühmte tote Pferd sollte mit aller Würde begraben werden, möge es in Frieden ruhen und man suche sich ein anderes Pferd. Und man untersuche es, bevor man es reiten will, auf die Gesundheit und den Zustand. :)

In diesem Sinne bis ganz bald, möge die Kraft mit uns allen sein, dass wir blöde Blockaden jederzeit von uns schieben können…

Sonntag, 9. Mai 2010

Wie ein Fußballspieler auf dem Baseballfeld

Stell dir mal folgendes vor: Du stehst am Spielfeldrand und schaust deinen Freunden beim Baseballspielen zu. Du siehst die Motivation, den Enthusiasmus, das Leuchten in den Augen, weil diese Menschen dieses Spiel so sehr lieben.

Dann denkst du dir, das willst du auch. Du willst voller Hingabe zu dem was du tust, alles um dich herum vergessen können. Plötzlich der Blitzgedanke: Fußballprofi. Du siehst noch vor dir, wie du als Kind mit deinem Papa ganz gebannt vor der Mattscheibe klebtest und ihr eurem Idol zugejubelt habt. Du spürst diese kindliche Freude noch heute in dir. Das ist es, der vergrabene, verloren gegangene Traum: Ich will Fußball spielen.

So ziehst du also los, mit diesem Kindheitstraum in dir, in das nächste Sportwarenfachgeschäft. Der Verkäufer berät dich äußerst kompetent, und so legst du dir also alles an, was du wirklich brauchst, um loslegen zu können. Mit der kompletten Uniform bewaffnet, vom Trikot bis hin zu den passenden Schnürsenkeln, gehst du höchst motiviert los. Und stopp… denn genau an diesem Punkt machen viele Menschen eben genau diesen einen Fehler. Welchen?

Nun, ganz einfach: Da sich die meisten Menschen auf diesem neuen Terrain nicht auskennen und vor lauter Motivation gar nicht die Geduld haben, sich zu informieren, laufen sie drauf los. Sie wissen es nicht besser, und gehen nun zurück auf das Baseballfeld zu den Freunden. Kannst du dir in etwa vorstellen, was jetzt kommt? Du gehst also in voller Fußballermontur auf das Baseballfeld, denn du willst ja deinen Freunden zeigen, wie toll du bist.

Zuerst schauen deine Freunde etwas misstrauisch, doch dann denkt sich einer, was soll‘s, geben wir ihm eine Chance. Du bekommst also den Ball zugeworfen, fängst ihn und bist irritiert. Werfen? Mit dem Ball in der Hand umherlaufen? So habe ich mir das aber nicht gedacht, es heißt doch nicht umsonst FUSSball…hm, nun gut, vielleicht ist es am Anfang ja so. Und dann machst du erst mal mit.

Doch du brennst darauf, dem Ball HINTERHER zu laufen, hineinzutreten, ihn ins Tor zu schießen, DAS war doch das, weswegen du dich für Fußball entschieden hast. Und nun musst du die ganze Zeit, den Ball in der Hand haltend, den anderen Mitspielern davonlaufen. Du läufst, wirfst und fängst und läufst wieder, bis du resignierst. Und total frustriert vom Spielfeld gehst. Toll, das hast du dir aber anders vorgestellt. Das motiviert dich gar nicht. Und was tust du im schlimmsten Fall? Genau, Uniform ausziehen in die Ecke schmeißen und völlig verzweifelt denken: „Mist, nicht einmal dazu bin ich in der Lage.“

Oh je, armer bedauernswerter Einzelfall. Ach herrje, armes Ding. STOOOOOPP!!! Wer ist hier bedauernswert? Wohl nicht du, sondern deine Seele. Endlich hattest du begriffen, worum es in deinem Leben geht, und doch bist du es falsch angegangen. Also zurückspulen…bis zu dem Punkt, an dem du in dem Laden fertig angezogen stehst. Was machst du nun also? Du informierst dich. Du fragst den Verkäufer, wenn der dir nicht weiterhelfen kann, gehst du ins Internet. Du schaust in die Zeitung, du fragst im Freundes- und Bekanntenkreis herum, so lange bist du es gefunden hast: Das Fußball-Trainings-Team deines Ortes. Du lernst den Coach kennen, den richtigen, den, den du jetzt brauchst. Der, der dir das richtige erklärt, und dich über den Platz scheucht, den Ball hinterher, er lässt dich zigmal in den Ball treten, bis du es geschafft hast, diesen ordentlich ins Tor zu schießen. Er pfeift dich zurück, er schreit dich an, er kommandiert dich herum. Aber das ist dir alles egal, denn du hast es geschafft. Du bist da, du bist angekommen. Was du schon immer machen wolltest, du spielst Fußball…ist das Leben nicht herrlich???

Was ich damit sagen möchte? Nun, wenn ich bisher in einem Supermarkt Käse verkauft habe, mich aber nun entscheide singen zu wollen, sollte ich nicht meinen Supermarktleiter um Tipps fragen. Und mich dann wundern, dass der mich womöglich noch auslacht. Ich informiere mich, suche mir einen Gesangscoach, und dieser trainiert mich. So lange wie ich will, so lange bis ich es geschafft habe. Und dann bezaubernd lächelnd als der große gefeierte Star in meinen alten Supermarkt zurück komme und Käse kaufe…

In diesem Sinne frag dich, was ist dein Traum? Wer kann dir helfen, wer kann dir ernsthafte Ratschläge geben?

Sonntag, 2. Mai 2010

Unser Leben, virtuell und real...

Ursprünglich sollte der zweite Blogeintrag ja ein anderer werden, nun kommt der also auf Platz 3. Außerdem kann es sein, dass ich vielleicht Ideenklauerin bin. In diesem Fall möge man mir dieses verzeihen, dies ist nicht meine Absicht und ausnahmsweise begebe ich mich hier in eine Art Selbsttherapie.

Aus aktuellem Anlass möchte ich nun über etwas schreiben, das mich derzeit sehr beschäftig. Und zwar so sehr, dass es mich in anderen, wichtigen Dingen blockiert. Und indem ich es nun aufschreibe, also die Gedanken aus mir heraus lasse, hoffe ich, dadurch gewisse Dinge loslassen zu können, damit ich mich endlich wirklich Wichtigem widmen kann. Nun wird es in einigen Passagen schon sehr persönlich, was ich eigentlich gern vermeiden wollte. Und ob es eine gute Idee ist, weiß ich nicht, aber das Risiko werde ich nun wohl einfach mal eingehen müssen.

Nun also, ich befinde mich ja derzeit in einer Findungsphase der Extreme. Es ist so, dass sich so einiges, was ich bisher in meinem Leben für lebenswert hielt, auf einem extremen Prüfungsstand befindet. Es wird alles beleuchtet von allen Seiten, und auch die Schattenseiten werden begutachtet, ob diese nun lebenswert sind oder nicht. Es ist ein bisschen, wie wenn man ein Kartenhaus baut, und alles bis ins kleinste Detail wundervoll ausschmückt. Und wenn man meint, es sei fertig, begutachtet man es im Ganzen und man stellt fest, man kann es aus den Gründen X,Y nicht so lassen oder es gefällt einem schlicht und einfach nicht. Die einzige Lösung? Kaputtschlagen und wieder neu aufbauen, von 0 anfangen, sich neu anstrengen. Und in solchen Momenten kommt man dann, mehr als einmal und mehr als einen lieb ist, in Kontakt mit sich selbst und damit auch seinen Schmerzen und Schwächen.

Doch, so bequem wie wir Menschen wohl sind, ist nicht etwa unsere erste Reaktion:“Toll, dieser Schmerz. Woher kommt er? Warum ist er da? Wie kann ich diesen Part meines Lebens jetzt heilen?“ Nein unsere normale Reaktion ist:“Oh nee, das tut weh. Da geh ich nicht hin. Und wenn ich auch nicht ausweichen kann, dann bleib ich halt sitzen, dann geht es eben nicht weiter. Naja, morgen vielleicht. Aber heute, nee, also heute muss ich mir das echt nicht antun.“ Die normale bequeme menschliche Reaktion. Es wird ignoriert und schön weit runter gedrückt. Und an genau diesem Punkt haben wir nun das „fatale und gefährliche“ Internet.

Es kann schön sein, und es gibt so viele tolle Dinge, die wir dank des Internets miteinander teilen, über die wir zusammen lachen und weinen können. Das Internet ist die virtuelle Verbindung der gesamten Welt. Doch allzu leicht wird es auch gern von uns ausgenutzt. Denn wir wollen nicht durch die Schmerzen gehen, aber wir wollen erleben, was im realen Leben nur hinter diesen Schmerzen möglich ist.

Stell dir vor, du fällst in ein Loch. Also, du bist depressiv, schlecht gelaunt. Und anstelle dir zu sagen, wie du aus diesem Loch herauskommst, kommt einer und bietet dir eine Brille an, eine magische 3D-Brille. Diese setzt du auf und fängst an dein Leben zu tapezieren, wie du es dir wünschst. Mit viel Erfolg und tollen Dingen und ohne diese lästigen Schmerzen des reellen Lebens. Man hat virtuellen Kontakt zu anderen und man kann sich sein Leben bunt malen. Und das verheerende ist, das man virtuell „echte“ Reaktion auf seine „Taten“ bekommt. Andere, die genau wie man selbst sich, einige mehr, andere weniger, in dieses unreale Leben verflüchtigen, applaudieren einem, jubeln einem zu. Toll, wie du das machst. Klasse, du bist ja richtig erfolgreich. Du erzählst ja auch nur, was du willst. Und es gibt den einen oder anderen naiven, der dich tatsächlich als diesen Superhelden hält, als den du dich nur ausgibst.

Doch so schnell wie diese gekommen sind, können diese auch wieder verschwinden. Sie sind plötzlich nicht mehr da, weil auch nie wirklich da gewesen, weil das alles nur virtuell ist. Und an dem einen oder anderen Punkt wirst du wohl oder übel deine magische 3D-Brille abnehmen müssen. Du wirst sehen, dass du immer noch nur in diesem schwarzen Loch bist. Du bist nicht da draußen der Superheld, der erfolgreiche, der übernatürliche, DER Macher (der Einfachheit halber männlich gelassen, aber auch Frauen sind gemeint ;)). Du bist und bleibst schlicht und einfach ein Mensch.

Doch es gibt sie, diese Macher in der realen Welt. Und fragst du sie, werden sie dir erzählen, wie sie durch diese Schmerzen hindurch gegangen sind anstatt sie ignoriert zu haben. Sie sind hunderttausend Male hingefallen. Wie jeder. Nur der Unterschied ist, sie sind das Risiko eingegangen und deshalb konnten sie bei dem hunderttausendersten Mal wieder aufstehen und über diese Klippe rüber springen.

Je nach ihrem Alter hatten sie in diesem Leben das Internet vielleicht nicht. Diese schöne Nebensache, in der alles so einfach ist. Sie wollten etwas, und haben dafür etwas im reellen Leben getan, anstatt ihre Energie in einem virtuellen Leben verpuffen zu lassen. Sie haben die Energie genutzt, und zwar reell und jetzt berichten diese Macher, von diesem reellen Leben, im Internet. Sie benutzen es, damit sie damit anderen Menschen erreichen. Und anstelle uns das anzuhören, und zu sagen:“ Wow, das will ich auch. Wo ist der Schmerz in meinem Leben? Lass mich das schnell hinter mich bringen!“ sagen wir stattdessen, cool, ja aber ich bin ja auch etc. pp.

Dieses Leben im Internet gaukelt uns auch vor, das alles so einfach und schnell zu machen sei. Doch gut Ding will Weile haben, dies war vor 500 Jahren so, es ist auch heute noch so (auch wenn wir uns das nicht eingestehen wollen) und es wird in den nächsten 500 Jahren nach wie vor so sein. Schnella, höha, weita ist unsere Phantasie, aber das Gras wächst deswegen nicht schneller.

Das Internet ist zu voll von Menschen, die ihr „mehr Schein als Sein“ Leben darstellen, anstelle sich um die Schattenseiten zu kümmern. Ich gebe zu, in gewisser Weise bin ich in eine Art Sog hineingeraten und habe mich mitziehen lassen. Der Schmerz, den ich jetzt spüre, der ist schon immer dagewesen. Wenn er jetzt stark erscheint, dann nur, weil er sich mit voller Wucht den Weg nach oben gebahnt hat.
Es ist halt immer so, je mehr man etwas zu ignorieren versucht, desto stärker wird dieses Etwas und irgendwann scheint es ein großes Monster zu werden. Und in dem Moment, wo wir uns darum kümmern, ist es plötzlich wieder ganz klein und wimmernd. Und dann, ganz schnell, wir haben es gar nicht gemerkt, sind wir durch diesen Schmerz hindurch und befinden uns auf der anderen Seite und wow, das Leben, das wir uns virtuell vorgestellt haben, ist real.

Wie oft ich bereits hingefallen bin, weiß ich nicht, ich habe irgendwann aufgehört zu zählen. Ich schätze ich sollte damit wieder anfangenn, damit ich mich mit jedem neuen Fallen freuen kann, dass ich ein Stück näher bin an meinem eigenen hundertausendundersten Mal…

Mittwoch, 21. April 2010

Was ist Luxus?

Diese Frage habe ich mir schon des Öfteren gestellt. Und die spontane Antwort darauf wäre wohl: sich ein Haus, ein Auto, eine Yacht und sich 5 mal im Jahr Urlaub am anderen Ende der Welt gönnen zu können. Einfach so.

Doch sind diese schon derart automatische Antworten auf diese Frage. Und es ist zu bezweifeln, ob in unserer heutigen Zeit diese zu erreichen tatsächlich zu dem gewünschten Erfolgsgefühl führen würden. Letztlich ist es machbar, es ist einigen bereits gelungen. An deren Beispielen allerdings wurde uns deutlich, dass das Erreichen dieser Art des Luxus-Zustandes nicht unbedingt zu mehr Glück führt. Es gab eine Zeit, in der dieses Bestreben durchaus berechtigt war, doch ist es nun gesättigt. Es wird nach anderem gestrebt.

Schaut man unsere Gesellschaft an, sehen wir sehr viel Stress, Eile, kopfloses Umherirren. Aber nach genauerem Hinterfragen keinen Sinn mehr dahinter. Viele streben nach diesem Ideal, Luxusgütern etc., weil es von Erziehungsberechtigten eingebläut wurde, weil man so aufgewachsen ist, weil es halt alle so tun.

Ein weiteres Thema ist „Perfektionismus“. Man muss es 120% richtig machen. Und eine 120% Leistung bringen. Jedoch, dass mittlerweile ein Mensch für drei arbeitet, dieser somit 360% Leistung bringen soll und dies schlicht weg auf Dauer nicht möglich ist, wird dabei gern übersehen. Der Begriff „Verheizung menschlicher Ressourcen“ ist in unserer heutigen Zeit leider mehr als alltäglich.

Und der, der dann ernsthaft darüber nachdenkt, wacht dann eines Tages plötzlich auf und denkt sich: „Was mache ich hier eigentlich? Wer oder was bin ich?“ Die Sinnesfrage kommt auf, und die Esoterikwelle bringt die eine oder andere Antwort, die dann wiederum noch mehr Fragen hinter sich herzieht.

Betrachtet man also diesen jetzigen Zustand unserer Gesellschaft, kommt man auf verblüffend einfache und vor allem ganz und gar nicht materialistisch kostspielige Antworten auf die vorausgegangene Frage: Was ist Luxus?

Luxus heute kann bedeuten:

Keinen Fernseher zuhause zu haben…

Sagen zu können, dass man selbstbestimmt lebt.

In der Lage zu sein, während 24 Stunden sein Handy/Blackberry/Laptop auszuschalten

In der Lage zu sein zu sagen: „Nein, das beherrsche ich nicht perfekt.“

In der Lage zu sein, sich auf eine einzige Sache zu konzentrieren, sich nicht
ablenken zu lassen von 253 anderen Sachen nebenher

Zu der weniger verbreiteten Überzeugung zu kommen: „Multi Tasking ist vielleicht doch nicht so gut, wie sein Ruf vorgibt, es zu sein.“

Auf die Frage, was man denn beruflich tue, antworten zu können: „Ich lebe.“

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen also viel Spaß in Ihrem neuen luxuriösen Leben.