Im Blogger-Kalender wird diese Woche vom gestrigen Tag an als „Freiheitswoche“ angekündigt. Und ich hatte mir erst nichts weiter dabei gedacht, habe über den Begriff „Freiheit“ allgemein nachgedacht, bis ich darauf kam: 4. Juli. Na klar, vor 234 Jahren die Unabhängigkeitserklärung der USA, und da sich der Blogger-Kalender in erster Linie auf Daten aus den USA bezieht, kann es sich ja nur darum handeln.
Nun, was bedeutet denn diese Freiheit, diese Unabhängigkeit? Die Amerikaner feiern mit pompösen Feuerwerken und großen Parties und freuen sich, ja wir sind unabhängig. Im Geschichtsunterricht wird es groß erklärt und gelehrt, was die Männer und Frauen um 1776 alles getan haben und unter welchen Umständen all dies geschehen ist.
Aber wofür? Verzeiht, dies soll kein negativer Artikel werden, nur einer der die Dinge ein wenig bewußter machen läßt. Was hat die Menschen damals dazu bewegt, diesen Kampf zu beginnen, durchzuführen und, egal was kommen mochte, erfolgreich zu beenden?
Und was passiert damit heute? Mit den Kindern, die sehr wohl alle 50/ 51 (offiziell/inoffiziell) Staaten und ihre Hauptstädte auswendig wissen, die sehr wohl alle ihre Präsidenten aufzählen können, aber die nicht wissen, wo Australien liegt, die keine Ahnung haben, das in anderen Ländern der Strom und das Internet genauso funktioniert wie in ihrem Land (dies sind Erfahrungen, die ich persönlich mit Amerikanern gemacht hatte, und es waren keine Amerikaner vom Lande ohne Fernseher…).
Die genau wissen, was sie als nächstes kaufen wollen und dies auch sofort tun, es gibt da diesen Magier „Kredit“, der das möglich macht. Und dann sind sie bis an ihr Lebensende dazu verdammt, 100Stunden die Woche zu arbeiten um ihren Kredit abzuzahlen. Und das, was sie sich durch diesen Kredit erworben haben, können sie das noch genießen?
Es ist diese Mentalität, ich will alles, ich will es jetzt in diesem Augenblick. Ist das denn noch im Sinne der Unabhängigkeitserklärung? Machte man sich vor 234 Jahren von anderen Mächten unabhängig, damit man heute von diesem bösen Magier „Kredit“ abhängig ist?
Und Freiheit, was bedeutete das damals, was heute? Gibt es denn Freiheit heute? Können die Menschen, egal welcher Rasse, egal welcher Religion angehörig, heutzutage so frei leben, wie sie es möchten (und ich betone hier bitte immer nur in dem Rahmen das der eigene Lebensstil keine anderen Menschen und Lebewesen in irgendeiner Weise gefährdet)?
Und was ist mit der Freiheit und er Unabhängigkeit der Ureinwohner Amerikas?
Und Ponce de Leon und Christophe Kolumbus, was all diese Entdecker vor über 500 Jahren wirklich wollten, was sie beabsichtigten, wird ja immer wieder gern diskutiert, wenn es auch wenig Sinn macht. Wirklich erfahren werden wir es nicht mehr.
Als dann also am 4. Juli 1776 die Unabhängigkeitserklärung verlesen wurde, wurde damit der Abhängigkeit Englands und im gewissen Sinne Europas ein Ende gesetzt. Nun also konnte das kleine Kind „Vereinigte Staaten Amerika‘s“ seinen eigenen Weg gehen, es machte die ersten Schritte losgelöst von der führenden und zugleich kontrollierenden Hand des Vaters Englands. Doch was dieses kleine Kind wohl damals im Sinne hatte, das wissen wir nicht. Es wollte einfach nur eine Entdeckungstour durch das eigene Heim machen. Ob es sich vorgestellt hatte, jetzt im Erwachsenenalter sich so durchzutaumeln, ich weiß es nicht.
Ich wünsche allen Amerikanern (ja, eigentlich allen Nationen dieser Welt), daß sie die verfälschende Brille von den Augen nehmen, die Dinge sehen, wie sie sind und begreifen, das egal, was kommt, egal wer was sagt, jeder Mensch kann sein eigenes Schicksal selbst in die Hand nehmen. Es gibt, gerade in Amerika, mehr als genug Beispiele dafür, dass das tatsächlich geht. Man muß sich nur die Lebenswege, und vor allem die Schicksalsschläge dieser Menschen vor Augen halten.
Denn das ist sicher, der amerikanische Traum lebt auch heute noch, und zwar durch jedes einzelne Schicksal, das diesem nachstrebt. Mit einer kleinen Portion Individualismus gleichzeitig gepaart mit Gemeinschaftssinn, in Freiheit und Unabhängigkeit.
In diesem Sinne allen eine schöne „Woche der Freiheit“...
Hier beschreibe ich, was ich über unser Leben heutzutage denke, ihr dürft mir gerne eure Sicht mitteilen...
Montag, 5. Juli 2010
Donnerstag, 1. Juli 2010
Alte Gewohnheiten
Nun heute möchte ich mich schriftlich damit befassen, womit ich mich gestern in ausgiebiger Form befasst habe: alte Gewohnheiten…
Nur so aus reiner Langeweile und Neugierde mache ich den Fernseher an (ich schaue seit einiger Zeit kein TV mehr, habe festgestellt dass ich kreativ wesentlich produktiver bin so), zapp mich durch und bleibe bei N24 stehen. SAT1 und RTL machen mir keinen Spaß mehr (zum Glück…), jedenfalls nicht morgens um 9h30. So erfahre denn auf N24, dass die große Wahl stattfindet und live übertragen wird.
Und ich denk mir, ein solch wichtiger Tag, den sollte ich miterleben…um dann um 18h00immer noch fest zu stellen, die sind ja zu dämlich um ihre Kreuzchen zu machen (naja, war ja eh alles Show…) und schaffen es dann erst in der dritten Runde, die dann um 21h30 zu Ende ist. Ja, so kann man sich auch Überstunden anrechnen lassen, aber okay, hier geht es jetzt nicht um ein Wahlkommentar, ich möchte auf etwas anderes hinaus. Ich bin auch nicht von morgens 9h30 bis abends 21h30 vorm Fernseher festgeschnallt gewesen. Ich war sogar joggen zwischendurch…ursprünglich wollte ich was komplett anderes machen, wurde durch andere Begebenheiten verhindert und so kam es, dass ich den ganzen Tag insgesamt unproduktiv verbracht habe.
Meine alte Gewohnheit also, TV schauen, irgendwie wieder da. Und im Grunde letztlich auch nicht schlimm. Ich glaube, ich will derzeit ziemlich viel in ziemlich kurzer Zeit verändern. Ich kann natürlich nichts übers Knie brechen und von daher, von Zeit zu Zeit in alte Maschen zurückzufallen gehört vielleicht sogar dazu.
Was ich damit sagen will, wenn wir etwas ändern wollen, aber einmal schwach werden, einmal nicht die 3km laufen oder die Ernährung einen Tag nicht so durchhalten oder einen Tag nicht die von uns selbst geforderten 10 Seiten schreiben oder sogar an einem Tag gar nichts von alledem einhalten, ist es nicht schlimm. Ich habe nun den Entschluss gefasst, diesen Tag als solchen einfach abzuhaken.
Aufzuhören, mich fertig zu machen, nicht meinen kompletten Plan komplett hinzuschmeißen, sondern heute, an diesem nächsten Tag einfach dort weiterzumachen, wo ich vorgestern aufgehört habe. Ohne mich umzudrehen, ohne Reue, einfach sein. Es ist wie bei den Meditationen, da soll man auch nicht gegen Gedanken ankämpfen, je mehr man dagegen kämpft, dem also Aufmerksamkeit schenkt, desto größer werden sie. Den Gedanken einfach zulassen, wahrnehmen und ihn dann wieder ziehen lassen.
So ist es auch mit diesem einen Tag, wahrnehmen, dass er passiert ist, ungeschehen kann ich ihn ja eh nicht mehr machen, in Gedanken loslösen und weitermachen. Es hört sich jetzt vielleicht auf dem ersten Blick wie eine Entschuldigung an, eine Ausrede. So hätte ich früher gedacht. Hätte mich fertiggemacht und dann mit diesen alten Gewohnheiten weitergemacht, denn ich „schaffe das ja eh nicht“. Dieser fiese innere Monolog zu uns, ich halte diesem fiesen Mädel auf meiner linken Schulter jetzt einfach seinen Mund zu, sie hat Sendepause, und ich mache weiter, wo ich aufgehört habe.
Denn wenn ich die alten Gewohnheiten jahrelang gehegt und gepflegt habe, ist es schwieriger diese innerhalb einer Woche komplett umzuändern (insbesondere wenn es gleich mehrere gleichzeitig sind). In diesem Sinne mache ich heute dort weiter, wo ich vorgestern aufgehört habe und mache mich gleich auf in meine weiteren „Recherchen“.
Und wenn ich nicht gerade in den nächsten Tagen in die alte Gewohnheit falle, nichts zu schreiben, lest ihr die Tage auch wieder etwas neues von mir. ;o))
Bis bald mal wieder,
Nur so aus reiner Langeweile und Neugierde mache ich den Fernseher an (ich schaue seit einiger Zeit kein TV mehr, habe festgestellt dass ich kreativ wesentlich produktiver bin so), zapp mich durch und bleibe bei N24 stehen. SAT1 und RTL machen mir keinen Spaß mehr (zum Glück…), jedenfalls nicht morgens um 9h30. So erfahre denn auf N24, dass die große Wahl stattfindet und live übertragen wird.
Und ich denk mir, ein solch wichtiger Tag, den sollte ich miterleben…um dann um 18h00immer noch fest zu stellen, die sind ja zu dämlich um ihre Kreuzchen zu machen (naja, war ja eh alles Show…) und schaffen es dann erst in der dritten Runde, die dann um 21h30 zu Ende ist. Ja, so kann man sich auch Überstunden anrechnen lassen, aber okay, hier geht es jetzt nicht um ein Wahlkommentar, ich möchte auf etwas anderes hinaus. Ich bin auch nicht von morgens 9h30 bis abends 21h30 vorm Fernseher festgeschnallt gewesen. Ich war sogar joggen zwischendurch…ursprünglich wollte ich was komplett anderes machen, wurde durch andere Begebenheiten verhindert und so kam es, dass ich den ganzen Tag insgesamt unproduktiv verbracht habe.
Meine alte Gewohnheit also, TV schauen, irgendwie wieder da. Und im Grunde letztlich auch nicht schlimm. Ich glaube, ich will derzeit ziemlich viel in ziemlich kurzer Zeit verändern. Ich kann natürlich nichts übers Knie brechen und von daher, von Zeit zu Zeit in alte Maschen zurückzufallen gehört vielleicht sogar dazu.
Was ich damit sagen will, wenn wir etwas ändern wollen, aber einmal schwach werden, einmal nicht die 3km laufen oder die Ernährung einen Tag nicht so durchhalten oder einen Tag nicht die von uns selbst geforderten 10 Seiten schreiben oder sogar an einem Tag gar nichts von alledem einhalten, ist es nicht schlimm. Ich habe nun den Entschluss gefasst, diesen Tag als solchen einfach abzuhaken.
Aufzuhören, mich fertig zu machen, nicht meinen kompletten Plan komplett hinzuschmeißen, sondern heute, an diesem nächsten Tag einfach dort weiterzumachen, wo ich vorgestern aufgehört habe. Ohne mich umzudrehen, ohne Reue, einfach sein. Es ist wie bei den Meditationen, da soll man auch nicht gegen Gedanken ankämpfen, je mehr man dagegen kämpft, dem also Aufmerksamkeit schenkt, desto größer werden sie. Den Gedanken einfach zulassen, wahrnehmen und ihn dann wieder ziehen lassen.
So ist es auch mit diesem einen Tag, wahrnehmen, dass er passiert ist, ungeschehen kann ich ihn ja eh nicht mehr machen, in Gedanken loslösen und weitermachen. Es hört sich jetzt vielleicht auf dem ersten Blick wie eine Entschuldigung an, eine Ausrede. So hätte ich früher gedacht. Hätte mich fertiggemacht und dann mit diesen alten Gewohnheiten weitergemacht, denn ich „schaffe das ja eh nicht“. Dieser fiese innere Monolog zu uns, ich halte diesem fiesen Mädel auf meiner linken Schulter jetzt einfach seinen Mund zu, sie hat Sendepause, und ich mache weiter, wo ich aufgehört habe.
Denn wenn ich die alten Gewohnheiten jahrelang gehegt und gepflegt habe, ist es schwieriger diese innerhalb einer Woche komplett umzuändern (insbesondere wenn es gleich mehrere gleichzeitig sind). In diesem Sinne mache ich heute dort weiter, wo ich vorgestern aufgehört habe und mache mich gleich auf in meine weiteren „Recherchen“.
Und wenn ich nicht gerade in den nächsten Tagen in die alte Gewohnheit falle, nichts zu schreiben, lest ihr die Tage auch wieder etwas neues von mir. ;o))
Bis bald mal wieder,
Sonntag, 27. Juni 2010
EXTREME-AUSMISTING
Ich weiß, ich weiß, es ist ein Sonntag, an dem ich dies poste, aber sagen wir, es ist irgendwo auch passend. WochenENDE, man macht sich Gedanken.
Und die Gedanken können sich ja im Laufe des Tages entwickeln, um dann mit neuem Elan in die kommende Woche zu starten. Viel Spaß nun beim Lesen...;o))
Habt ihr das auch? Schulhefte aus der zweiten Klasse, ewig viele Bravos, Mickey Mäuse, Klamotten, die ihr seit Jahren nicht mehr anhattet und Heftchen und Notizzettel, zu denen ihr nur einmal kurz Zeit bräuchtet, um sie euch durchzuschauen. Und wenn man sie durchschaut, behält man wieder 75% davon, weil man das ja eventuell irgendwann mal gebrauchen könnte….schnarch!!!
So, jetzt aber aufstehen und RAUS DAMIT!!! Ich bin gerade selbst beim „Extreme-Ausmisting“. Der Frühjahrsputz ist nichts dagegen, wie ich vorgehe?
Ich frage mich: Wenn (natürlich wird es nie passieren, ich visualisier das auch nicht sooo doll…) mal das Haus abbrennen, und alles, aber wirklich ALLES weg sein sollte, WAS würde ich…NICHT mehr vermissen. Ich gehe jede Wette ein, es gibt Dinge, die würde ich nie vermissen, weil ich gar nicht mehr WUSSTE, dass ich das überhaupt noch habe.
Andererseits wieder, wenn ich es mir vornehme, anschaue und sage: „Okay, du warst auch noch da und jetzt WEG MIT DIR.“, dann ist es doch auch irgendwie reinigend. Denn wir werden Ballast los, wir lösen uns. Das ist das schlimmste, zu klammern (ach ja, ich bin ja selber so eine Klammerin, egal ob Gegenstände oder Personen…;o) ), an der Vergangenheit festzuhalten. Lass es los.
Es gibt so einen schönen Spruch: „ Lass los, dann hast du beide Hände frei.“ Beide Hände sind dann frei, neues zu beginnen, einen neuen Weg zu gehen. Der alte ist zu Ende, und du entscheidest ( ;o) ) dich also für EINEN neuen Weg. Diesen zu gehen mit einem Rucksack voller Dinge, die du auf dem alten Weg brauchtest, aber jetzt nicht mehr, ist unnötig. Lass alles am Ende des alten Weges zurück. Nimm nur noch mit, was du WIRKLICH brauchst. Weg mit dem Mist, her mit neuen inspirierenden Dingen.
Ich habe eine Zeitlang selber gedacht, es wäre total schrecklich, 10 Jahre lang habe ich so vor mich her gelebt und alles, was ich besitze, passt gut und gern in ein Auto hinein in Koffern und Kisten. Aber ist das denn wirklich das, was zählt? Die materiellen Besitztümer? Oder eher das, was man auf diesem Weg in den 10 Jahren gelernt hat? Vielleicht ja auch, was ich entschieden habe, jetzt zu tun. Und dazu brauche ich vermutlich die Besitztümer, die ich hätte haben können, gar nicht. Also ist es doch eh egal.
Nun denn, dann setz dich jetzt mal in deine Wohnung oder dein Haus, und überlege gut, was du WIRKLICH brauchst…wenn du erst mal ausgemistet hast, dann können wir weiterschauen, was du mit dem vielen gewonnen Platz so anstellen kannst, bis dahin erst mal
„Happy Ausmisting“ ;)
Und die Gedanken können sich ja im Laufe des Tages entwickeln, um dann mit neuem Elan in die kommende Woche zu starten. Viel Spaß nun beim Lesen...;o))
Habt ihr das auch? Schulhefte aus der zweiten Klasse, ewig viele Bravos, Mickey Mäuse, Klamotten, die ihr seit Jahren nicht mehr anhattet und Heftchen und Notizzettel, zu denen ihr nur einmal kurz Zeit bräuchtet, um sie euch durchzuschauen. Und wenn man sie durchschaut, behält man wieder 75% davon, weil man das ja eventuell irgendwann mal gebrauchen könnte….schnarch!!!
So, jetzt aber aufstehen und RAUS DAMIT!!! Ich bin gerade selbst beim „Extreme-Ausmisting“. Der Frühjahrsputz ist nichts dagegen, wie ich vorgehe?
Ich frage mich: Wenn (natürlich wird es nie passieren, ich visualisier das auch nicht sooo doll…) mal das Haus abbrennen, und alles, aber wirklich ALLES weg sein sollte, WAS würde ich…NICHT mehr vermissen. Ich gehe jede Wette ein, es gibt Dinge, die würde ich nie vermissen, weil ich gar nicht mehr WUSSTE, dass ich das überhaupt noch habe.
Andererseits wieder, wenn ich es mir vornehme, anschaue und sage: „Okay, du warst auch noch da und jetzt WEG MIT DIR.“, dann ist es doch auch irgendwie reinigend. Denn wir werden Ballast los, wir lösen uns. Das ist das schlimmste, zu klammern (ach ja, ich bin ja selber so eine Klammerin, egal ob Gegenstände oder Personen…;o) ), an der Vergangenheit festzuhalten. Lass es los.
Es gibt so einen schönen Spruch: „ Lass los, dann hast du beide Hände frei.“ Beide Hände sind dann frei, neues zu beginnen, einen neuen Weg zu gehen. Der alte ist zu Ende, und du entscheidest ( ;o) ) dich also für EINEN neuen Weg. Diesen zu gehen mit einem Rucksack voller Dinge, die du auf dem alten Weg brauchtest, aber jetzt nicht mehr, ist unnötig. Lass alles am Ende des alten Weges zurück. Nimm nur noch mit, was du WIRKLICH brauchst. Weg mit dem Mist, her mit neuen inspirierenden Dingen.
Ich habe eine Zeitlang selber gedacht, es wäre total schrecklich, 10 Jahre lang habe ich so vor mich her gelebt und alles, was ich besitze, passt gut und gern in ein Auto hinein in Koffern und Kisten. Aber ist das denn wirklich das, was zählt? Die materiellen Besitztümer? Oder eher das, was man auf diesem Weg in den 10 Jahren gelernt hat? Vielleicht ja auch, was ich entschieden habe, jetzt zu tun. Und dazu brauche ich vermutlich die Besitztümer, die ich hätte haben können, gar nicht. Also ist es doch eh egal.
Nun denn, dann setz dich jetzt mal in deine Wohnung oder dein Haus, und überlege gut, was du WIRKLICH brauchst…wenn du erst mal ausgemistet hast, dann können wir weiterschauen, was du mit dem vielen gewonnen Platz so anstellen kannst, bis dahin erst mal
„Happy Ausmisting“ ;)
Freitag, 25. Juni 2010
ENTSCHEIDUNG...oh je, was kommt denn jetzt??
Meine lieben Freunde, dieser Blog soll sich dahingehend entwickeln, dass ich über Dinge, die mich beschäftigen bzw. die mir passiert sind, schreibe.
Ich möchte gern meine Erfahrung auf meinem Weg mit euch teilen. Vielleicht ermutigt das den einen oder anderen ja ebenso. Wenn ihr mögt, könnt ihr mir gern eure Erfahrungen mitteilen. Es würde mich sehr freuen.
Nun denn zu unserem heutigen Thema:
So langsam ist mir klar geworden, was hinter diesem Wort wirklich steckt. Entscheidung!
Vor kurzem habe ich das Buch „Die Gesetze der Gewinner“ von Bodo Schäfer angefangen, und da erklärte er es wie folgt: Ent-scheidung, das bedeutet eben, in dem Moment, in dem man sich für EINE Sache entscheidet, automatisch eine andere ausblendet.
In unserer heutigen Welt, in der wir uns erzählen, wir seien Multitasking-fähig(dazu in einem weiteren Blogbeitrag mehr), ist es ziemlich schäbig und im Grunde uncool, sich zu entscheiden.
„Zu deiner Party? Ja, mal schauen…“ Es könnte ja noch eine Einladung zu einer besseren kommen…
„Mit dir zusammen sein? Ja warum nicht…“ Zumindest solange sich nicht jemand besseres findet.
Nun diese und ähnliche Aussagen zeigen, wie gravierend das „Sich nicht entscheiden können“ sein kann. Warum muss ich mich entscheiden, wenn ich doch alles machen kann.
Ja natürlich, man kann machen, was man möchte. Die Grenzen sind erweitert, wir können leichter im Ausland arbeiten, wir können umherreisen und andere Kulturen kennen lernen. Vielleicht ist ja eine dabei, die mir besser gefällt, als die, in der ich aufgewachsen bin.
Aber die Tatsache, mehrere Wege gehen zu KÖNNEN, sagt nichts aus. Denn wenn ich diese Wege habe, mich aber nicht für einen Weg entscheiden kann, was bringt es mir denn?
Wir sind in einer 500 Suppentüten-Philosophie gefangen. Was das heißt? Nun, früher gab es 5 Suppentüten, da war es einfach. Heutzutage gibt es pro Marke über 50 (!!) verschiedene. Ja mein Gott, wer braucht denn so viel? Und dann steh ich vor dem Regal und verplemper kostbare Zeit, weil ich mich nicht entscheiden kann…ach menno, wenn das Leben nur nicht so schwer wäre, hahaha, selten so toll gelacht.
Wir HABEN heutzutage die Möglichkeit, alles was wir brauchen, ist ein klein wenig Mut zum Risiko, eine falsche Entscheidung treffen zu können. Und bedenkt auch, dass ihr niemals keine Entscheidung trefft. Denn in dem Moment, in dem ihr euch nicht entscheidet, haben ihr euch eben dazu entschieden: Sich nicht zu entscheiden, sich aus der Verantwortung zu ziehen. Und dann müsst ihr mit den Konsequenzen leben…
Also habt nur Mut, genau wie ich, ich habe mich nun also dazu entschieden, diesen Weg zu gehen, ich werde mich nicht mehr um einen „normalen Job“ kümmern.
Ob es klappt? Ich weiß es nicht, aber mit Sicherheit kann ich jetzt alle meine Energie hier hinein stecken und alles tun, damit dieser Traum wahr wird.
Bis bald mal wieder…
Ich möchte gern meine Erfahrung auf meinem Weg mit euch teilen. Vielleicht ermutigt das den einen oder anderen ja ebenso. Wenn ihr mögt, könnt ihr mir gern eure Erfahrungen mitteilen. Es würde mich sehr freuen.
Nun denn zu unserem heutigen Thema:
So langsam ist mir klar geworden, was hinter diesem Wort wirklich steckt. Entscheidung!
Vor kurzem habe ich das Buch „Die Gesetze der Gewinner“ von Bodo Schäfer angefangen, und da erklärte er es wie folgt: Ent-scheidung, das bedeutet eben, in dem Moment, in dem man sich für EINE Sache entscheidet, automatisch eine andere ausblendet.
In unserer heutigen Welt, in der wir uns erzählen, wir seien Multitasking-fähig(dazu in einem weiteren Blogbeitrag mehr), ist es ziemlich schäbig und im Grunde uncool, sich zu entscheiden.
„Zu deiner Party? Ja, mal schauen…“ Es könnte ja noch eine Einladung zu einer besseren kommen…
„Mit dir zusammen sein? Ja warum nicht…“ Zumindest solange sich nicht jemand besseres findet.
Nun diese und ähnliche Aussagen zeigen, wie gravierend das „Sich nicht entscheiden können“ sein kann. Warum muss ich mich entscheiden, wenn ich doch alles machen kann.
Ja natürlich, man kann machen, was man möchte. Die Grenzen sind erweitert, wir können leichter im Ausland arbeiten, wir können umherreisen und andere Kulturen kennen lernen. Vielleicht ist ja eine dabei, die mir besser gefällt, als die, in der ich aufgewachsen bin.
Aber die Tatsache, mehrere Wege gehen zu KÖNNEN, sagt nichts aus. Denn wenn ich diese Wege habe, mich aber nicht für einen Weg entscheiden kann, was bringt es mir denn?
Wir sind in einer 500 Suppentüten-Philosophie gefangen. Was das heißt? Nun, früher gab es 5 Suppentüten, da war es einfach. Heutzutage gibt es pro Marke über 50 (!!) verschiedene. Ja mein Gott, wer braucht denn so viel? Und dann steh ich vor dem Regal und verplemper kostbare Zeit, weil ich mich nicht entscheiden kann…ach menno, wenn das Leben nur nicht so schwer wäre, hahaha, selten so toll gelacht.
Wir HABEN heutzutage die Möglichkeit, alles was wir brauchen, ist ein klein wenig Mut zum Risiko, eine falsche Entscheidung treffen zu können. Und bedenkt auch, dass ihr niemals keine Entscheidung trefft. Denn in dem Moment, in dem ihr euch nicht entscheidet, haben ihr euch eben dazu entschieden: Sich nicht zu entscheiden, sich aus der Verantwortung zu ziehen. Und dann müsst ihr mit den Konsequenzen leben…
Also habt nur Mut, genau wie ich, ich habe mich nun also dazu entschieden, diesen Weg zu gehen, ich werde mich nicht mehr um einen „normalen Job“ kümmern.
Ob es klappt? Ich weiß es nicht, aber mit Sicherheit kann ich jetzt alle meine Energie hier hinein stecken und alles tun, damit dieser Traum wahr wird.
Bis bald mal wieder…
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neue Sicht,
Risiko,
Weg
Samstag, 19. Juni 2010
BLOCKADEN!!!!
Welch ein dramatischer Titel...so dramatisch sehen wir es leider ja auch. Nun denn, wollen wir es doch mal genauer untersuchen:
Seit längerer Zeit wollte ich bereits einen neuen Text in meinem Blog schreiben. Und ich konnte nicht, weil ich gerade in einer, sagen wir, schwierigen Phase stecke. Das führt mich wiederum zu einer Blockade. Und nun dachte ich, ich wollte eh immer darüber schreiben, was mich beschäftigt! Was liegt also näher, als in diesem Fall die Blockade?
Jeder kennt dieses Gefühl, ich bin kein armer, bedauernswerter Einzelfall. Will ich auch gar nicht sein. Die Frage, die in einem solchen Fall wichtig ist, ist, warum? Warum steht man gerade vor einer Blockade? Was blockiert, was steht zwischen einem selbst und dem, was man tun möchte? Angst? Unwissenheit? Mutlosigkeit?
Alles durchaus menschliche und normale Gefühle. Das interessante hierbei ist nun:
Wie geht man damit um? Ist man der Typ Mensch, der den Kopf in den Sand steckt? Wieder in die Höhle zurück geht? Sich lieber in der dunklen, miesen Höhle aufhält, als in das große Abenteuer zu gehen? Was hindert einen daran, seine sogenannte Komfortzone zu verlassen?
Wenn man immer nur redet und redet und redet, wenn man allen davon erzählt, wie super toll es doch sei dort draußen und wie schön das Leben doch ist, aber sich selbst in Wirklichkeit lieber in der Höhle aufhält um dann nach einiger Zeit wieder den moderigen Gestank der kalten und nassen Höhle zu kritisieren…kann man sich dann noch im Spiegel anschauen und sich das glauben, was man erzählt?
Und dann kommt man auf diese glorreiche Idee, wie Schuppen von den Augen fällt es. Nein, die Blockade kommt nicht durch Angst, Unwissenheit oder Mutlosigkeit. All das wird vorgeschoben, das einzige, wodurch diese Mauer hingestellt wird, ist:
man selbst.
Man selbst baut diese Blockade, die Mauer auf, und nun raten Sie mal, man selber ist der einzige Mensch, das einzige Wesen auf Erden, der diese Mauer wegschieben kann.
Unwissenheit? Man kann sich informieren, und dazu lernen…
Mutlosigkeit? Man kann Biographien, Beispiele von anderen Menschen lesen, sich inspirieren lassen, jeder muss dadurch. Und andere vor einem selbst haben es auch schon geschafft...
Angst? Wenn es danach geht, kann man am besten zuhause bleiben, sich in die Ecke setzen und auf das Ende warten. Nein, das ist natürlich arg krass gesagt, aber Angst darf auch nicht überbewertet werden (das sollte wohl mein neues Mantra sein...).
Es ist ein wichtiges Signal. Man bemerkt es, nimmt es wahr, sagt sich, „Danke, ich habe es noch einmal kontrolliert. Nein, mein leibliches Leben ist nicht in Gefahr, alles ist gut.“ Angst ist nämlich, das weiß ich mittlerweile aus schlauen Büchern, noch ein Urinstinkt. Es war wichtig, damals, als die Steinzeitmenschen tatsächlich um ihr Leben rennen mussten. Es ist wichtig heutzutage für Menschen, die aus bestimmten Gründen um ihr Leben rennen müssen. Wir in unserer Welt müssen das nicht wirklich.
Wenn ich den Schritt in die Selbstständigkeit wage, und es aus welchen Gründen auch immer nicht schaffe, werde ich daran nicht zu Grunde gehen (es kommt natürlich auf die Art der Selbstständigkeit an). Ich wäre traurig ja, aber ich würde nicht sterben. Nein, soweit sollte es nicht kommen.
Und so ist es mit vielen Blockaden und Ängsten. Was man machen kann, einmal geistlich, gedanklich den „Worst case“ durchgehen. Würde man sterben, wenn das, was man befürchtet, eintritt? Und ich rede hier nicht von Dingen, wie Fallschirmspringen ohne Fallschirm. ;=)
Und? Nein, oh Wunder, man wäre um eine Erfahrung reicher. Man hat einen Fehler, eine Fehlentscheidung, begangen. Und hier ist der Witz. Man kann stolz sein, denn schlimmer als einen Fehler zu begehen finde ich, ist es sich gar nicht zu bewegen. Gar nichts zu machen, alles beim Alten zu belassen und sich dann auch noch darüber zu beschweren. Nein, solche Menschen wollen wir doch nicht sein… ;o)
Und noch etwas. Fehler sind gut, solange man sie nicht zweimal begeht. Das berühmte tote Pferd sollte mit aller Würde begraben werden, möge es in Frieden ruhen und man suche sich ein anderes Pferd. Und man untersuche es, bevor man es reiten will, auf die Gesundheit und den Zustand. :)
In diesem Sinne bis ganz bald, möge die Kraft mit uns allen sein, dass wir blöde Blockaden jederzeit von uns schieben können…
Seit längerer Zeit wollte ich bereits einen neuen Text in meinem Blog schreiben. Und ich konnte nicht, weil ich gerade in einer, sagen wir, schwierigen Phase stecke. Das führt mich wiederum zu einer Blockade. Und nun dachte ich, ich wollte eh immer darüber schreiben, was mich beschäftigt! Was liegt also näher, als in diesem Fall die Blockade?
Jeder kennt dieses Gefühl, ich bin kein armer, bedauernswerter Einzelfall. Will ich auch gar nicht sein. Die Frage, die in einem solchen Fall wichtig ist, ist, warum? Warum steht man gerade vor einer Blockade? Was blockiert, was steht zwischen einem selbst und dem, was man tun möchte? Angst? Unwissenheit? Mutlosigkeit?
Alles durchaus menschliche und normale Gefühle. Das interessante hierbei ist nun:
Wie geht man damit um? Ist man der Typ Mensch, der den Kopf in den Sand steckt? Wieder in die Höhle zurück geht? Sich lieber in der dunklen, miesen Höhle aufhält, als in das große Abenteuer zu gehen? Was hindert einen daran, seine sogenannte Komfortzone zu verlassen?
Wenn man immer nur redet und redet und redet, wenn man allen davon erzählt, wie super toll es doch sei dort draußen und wie schön das Leben doch ist, aber sich selbst in Wirklichkeit lieber in der Höhle aufhält um dann nach einiger Zeit wieder den moderigen Gestank der kalten und nassen Höhle zu kritisieren…kann man sich dann noch im Spiegel anschauen und sich das glauben, was man erzählt?
Und dann kommt man auf diese glorreiche Idee, wie Schuppen von den Augen fällt es. Nein, die Blockade kommt nicht durch Angst, Unwissenheit oder Mutlosigkeit. All das wird vorgeschoben, das einzige, wodurch diese Mauer hingestellt wird, ist:
man selbst.
Man selbst baut diese Blockade, die Mauer auf, und nun raten Sie mal, man selber ist der einzige Mensch, das einzige Wesen auf Erden, der diese Mauer wegschieben kann.
Unwissenheit? Man kann sich informieren, und dazu lernen…
Mutlosigkeit? Man kann Biographien, Beispiele von anderen Menschen lesen, sich inspirieren lassen, jeder muss dadurch. Und andere vor einem selbst haben es auch schon geschafft...
Angst? Wenn es danach geht, kann man am besten zuhause bleiben, sich in die Ecke setzen und auf das Ende warten. Nein, das ist natürlich arg krass gesagt, aber Angst darf auch nicht überbewertet werden (das sollte wohl mein neues Mantra sein...).
Es ist ein wichtiges Signal. Man bemerkt es, nimmt es wahr, sagt sich, „Danke, ich habe es noch einmal kontrolliert. Nein, mein leibliches Leben ist nicht in Gefahr, alles ist gut.“ Angst ist nämlich, das weiß ich mittlerweile aus schlauen Büchern, noch ein Urinstinkt. Es war wichtig, damals, als die Steinzeitmenschen tatsächlich um ihr Leben rennen mussten. Es ist wichtig heutzutage für Menschen, die aus bestimmten Gründen um ihr Leben rennen müssen. Wir in unserer Welt müssen das nicht wirklich.
Wenn ich den Schritt in die Selbstständigkeit wage, und es aus welchen Gründen auch immer nicht schaffe, werde ich daran nicht zu Grunde gehen (es kommt natürlich auf die Art der Selbstständigkeit an). Ich wäre traurig ja, aber ich würde nicht sterben. Nein, soweit sollte es nicht kommen.
Und so ist es mit vielen Blockaden und Ängsten. Was man machen kann, einmal geistlich, gedanklich den „Worst case“ durchgehen. Würde man sterben, wenn das, was man befürchtet, eintritt? Und ich rede hier nicht von Dingen, wie Fallschirmspringen ohne Fallschirm. ;=)
Und? Nein, oh Wunder, man wäre um eine Erfahrung reicher. Man hat einen Fehler, eine Fehlentscheidung, begangen. Und hier ist der Witz. Man kann stolz sein, denn schlimmer als einen Fehler zu begehen finde ich, ist es sich gar nicht zu bewegen. Gar nichts zu machen, alles beim Alten zu belassen und sich dann auch noch darüber zu beschweren. Nein, solche Menschen wollen wir doch nicht sein… ;o)
Und noch etwas. Fehler sind gut, solange man sie nicht zweimal begeht. Das berühmte tote Pferd sollte mit aller Würde begraben werden, möge es in Frieden ruhen und man suche sich ein anderes Pferd. Und man untersuche es, bevor man es reiten will, auf die Gesundheit und den Zustand. :)
In diesem Sinne bis ganz bald, möge die Kraft mit uns allen sein, dass wir blöde Blockaden jederzeit von uns schieben können…
Sonntag, 9. Mai 2010
Wie ein Fußballspieler auf dem Baseballfeld
Stell dir mal folgendes vor: Du stehst am Spielfeldrand und schaust deinen Freunden beim Baseballspielen zu. Du siehst die Motivation, den Enthusiasmus, das Leuchten in den Augen, weil diese Menschen dieses Spiel so sehr lieben.
Dann denkst du dir, das willst du auch. Du willst voller Hingabe zu dem was du tust, alles um dich herum vergessen können. Plötzlich der Blitzgedanke: Fußballprofi. Du siehst noch vor dir, wie du als Kind mit deinem Papa ganz gebannt vor der Mattscheibe klebtest und ihr eurem Idol zugejubelt habt. Du spürst diese kindliche Freude noch heute in dir. Das ist es, der vergrabene, verloren gegangene Traum: Ich will Fußball spielen.
So ziehst du also los, mit diesem Kindheitstraum in dir, in das nächste Sportwarenfachgeschäft. Der Verkäufer berät dich äußerst kompetent, und so legst du dir also alles an, was du wirklich brauchst, um loslegen zu können. Mit der kompletten Uniform bewaffnet, vom Trikot bis hin zu den passenden Schnürsenkeln, gehst du höchst motiviert los. Und stopp… denn genau an diesem Punkt machen viele Menschen eben genau diesen einen Fehler. Welchen?
Nun, ganz einfach: Da sich die meisten Menschen auf diesem neuen Terrain nicht auskennen und vor lauter Motivation gar nicht die Geduld haben, sich zu informieren, laufen sie drauf los. Sie wissen es nicht besser, und gehen nun zurück auf das Baseballfeld zu den Freunden. Kannst du dir in etwa vorstellen, was jetzt kommt? Du gehst also in voller Fußballermontur auf das Baseballfeld, denn du willst ja deinen Freunden zeigen, wie toll du bist.
Zuerst schauen deine Freunde etwas misstrauisch, doch dann denkt sich einer, was soll‘s, geben wir ihm eine Chance. Du bekommst also den Ball zugeworfen, fängst ihn und bist irritiert. Werfen? Mit dem Ball in der Hand umherlaufen? So habe ich mir das aber nicht gedacht, es heißt doch nicht umsonst FUSSball…hm, nun gut, vielleicht ist es am Anfang ja so. Und dann machst du erst mal mit.
Doch du brennst darauf, dem Ball HINTERHER zu laufen, hineinzutreten, ihn ins Tor zu schießen, DAS war doch das, weswegen du dich für Fußball entschieden hast. Und nun musst du die ganze Zeit, den Ball in der Hand haltend, den anderen Mitspielern davonlaufen. Du läufst, wirfst und fängst und läufst wieder, bis du resignierst. Und total frustriert vom Spielfeld gehst. Toll, das hast du dir aber anders vorgestellt. Das motiviert dich gar nicht. Und was tust du im schlimmsten Fall? Genau, Uniform ausziehen in die Ecke schmeißen und völlig verzweifelt denken: „Mist, nicht einmal dazu bin ich in der Lage.“
Oh je, armer bedauernswerter Einzelfall. Ach herrje, armes Ding. STOOOOOPP!!! Wer ist hier bedauernswert? Wohl nicht du, sondern deine Seele. Endlich hattest du begriffen, worum es in deinem Leben geht, und doch bist du es falsch angegangen. Also zurückspulen…bis zu dem Punkt, an dem du in dem Laden fertig angezogen stehst. Was machst du nun also? Du informierst dich. Du fragst den Verkäufer, wenn der dir nicht weiterhelfen kann, gehst du ins Internet. Du schaust in die Zeitung, du fragst im Freundes- und Bekanntenkreis herum, so lange bist du es gefunden hast: Das Fußball-Trainings-Team deines Ortes. Du lernst den Coach kennen, den richtigen, den, den du jetzt brauchst. Der, der dir das richtige erklärt, und dich über den Platz scheucht, den Ball hinterher, er lässt dich zigmal in den Ball treten, bis du es geschafft hast, diesen ordentlich ins Tor zu schießen. Er pfeift dich zurück, er schreit dich an, er kommandiert dich herum. Aber das ist dir alles egal, denn du hast es geschafft. Du bist da, du bist angekommen. Was du schon immer machen wolltest, du spielst Fußball…ist das Leben nicht herrlich???
Was ich damit sagen möchte? Nun, wenn ich bisher in einem Supermarkt Käse verkauft habe, mich aber nun entscheide singen zu wollen, sollte ich nicht meinen Supermarktleiter um Tipps fragen. Und mich dann wundern, dass der mich womöglich noch auslacht. Ich informiere mich, suche mir einen Gesangscoach, und dieser trainiert mich. So lange wie ich will, so lange bis ich es geschafft habe. Und dann bezaubernd lächelnd als der große gefeierte Star in meinen alten Supermarkt zurück komme und Käse kaufe…
In diesem Sinne frag dich, was ist dein Traum? Wer kann dir helfen, wer kann dir ernsthafte Ratschläge geben?
Dann denkst du dir, das willst du auch. Du willst voller Hingabe zu dem was du tust, alles um dich herum vergessen können. Plötzlich der Blitzgedanke: Fußballprofi. Du siehst noch vor dir, wie du als Kind mit deinem Papa ganz gebannt vor der Mattscheibe klebtest und ihr eurem Idol zugejubelt habt. Du spürst diese kindliche Freude noch heute in dir. Das ist es, der vergrabene, verloren gegangene Traum: Ich will Fußball spielen.
So ziehst du also los, mit diesem Kindheitstraum in dir, in das nächste Sportwarenfachgeschäft. Der Verkäufer berät dich äußerst kompetent, und so legst du dir also alles an, was du wirklich brauchst, um loslegen zu können. Mit der kompletten Uniform bewaffnet, vom Trikot bis hin zu den passenden Schnürsenkeln, gehst du höchst motiviert los. Und stopp… denn genau an diesem Punkt machen viele Menschen eben genau diesen einen Fehler. Welchen?
Nun, ganz einfach: Da sich die meisten Menschen auf diesem neuen Terrain nicht auskennen und vor lauter Motivation gar nicht die Geduld haben, sich zu informieren, laufen sie drauf los. Sie wissen es nicht besser, und gehen nun zurück auf das Baseballfeld zu den Freunden. Kannst du dir in etwa vorstellen, was jetzt kommt? Du gehst also in voller Fußballermontur auf das Baseballfeld, denn du willst ja deinen Freunden zeigen, wie toll du bist.
Zuerst schauen deine Freunde etwas misstrauisch, doch dann denkt sich einer, was soll‘s, geben wir ihm eine Chance. Du bekommst also den Ball zugeworfen, fängst ihn und bist irritiert. Werfen? Mit dem Ball in der Hand umherlaufen? So habe ich mir das aber nicht gedacht, es heißt doch nicht umsonst FUSSball…hm, nun gut, vielleicht ist es am Anfang ja so. Und dann machst du erst mal mit.
Doch du brennst darauf, dem Ball HINTERHER zu laufen, hineinzutreten, ihn ins Tor zu schießen, DAS war doch das, weswegen du dich für Fußball entschieden hast. Und nun musst du die ganze Zeit, den Ball in der Hand haltend, den anderen Mitspielern davonlaufen. Du läufst, wirfst und fängst und läufst wieder, bis du resignierst. Und total frustriert vom Spielfeld gehst. Toll, das hast du dir aber anders vorgestellt. Das motiviert dich gar nicht. Und was tust du im schlimmsten Fall? Genau, Uniform ausziehen in die Ecke schmeißen und völlig verzweifelt denken: „Mist, nicht einmal dazu bin ich in der Lage.“
Oh je, armer bedauernswerter Einzelfall. Ach herrje, armes Ding. STOOOOOPP!!! Wer ist hier bedauernswert? Wohl nicht du, sondern deine Seele. Endlich hattest du begriffen, worum es in deinem Leben geht, und doch bist du es falsch angegangen. Also zurückspulen…bis zu dem Punkt, an dem du in dem Laden fertig angezogen stehst. Was machst du nun also? Du informierst dich. Du fragst den Verkäufer, wenn der dir nicht weiterhelfen kann, gehst du ins Internet. Du schaust in die Zeitung, du fragst im Freundes- und Bekanntenkreis herum, so lange bist du es gefunden hast: Das Fußball-Trainings-Team deines Ortes. Du lernst den Coach kennen, den richtigen, den, den du jetzt brauchst. Der, der dir das richtige erklärt, und dich über den Platz scheucht, den Ball hinterher, er lässt dich zigmal in den Ball treten, bis du es geschafft hast, diesen ordentlich ins Tor zu schießen. Er pfeift dich zurück, er schreit dich an, er kommandiert dich herum. Aber das ist dir alles egal, denn du hast es geschafft. Du bist da, du bist angekommen. Was du schon immer machen wolltest, du spielst Fußball…ist das Leben nicht herrlich???
Was ich damit sagen möchte? Nun, wenn ich bisher in einem Supermarkt Käse verkauft habe, mich aber nun entscheide singen zu wollen, sollte ich nicht meinen Supermarktleiter um Tipps fragen. Und mich dann wundern, dass der mich womöglich noch auslacht. Ich informiere mich, suche mir einen Gesangscoach, und dieser trainiert mich. So lange wie ich will, so lange bis ich es geschafft habe. Und dann bezaubernd lächelnd als der große gefeierte Star in meinen alten Supermarkt zurück komme und Käse kaufe…
In diesem Sinne frag dich, was ist dein Traum? Wer kann dir helfen, wer kann dir ernsthafte Ratschläge geben?
Sonntag, 2. Mai 2010
Unser Leben, virtuell und real...
Ursprünglich sollte der zweite Blogeintrag ja ein anderer werden, nun kommt der also auf Platz 3. Außerdem kann es sein, dass ich vielleicht Ideenklauerin bin. In diesem Fall möge man mir dieses verzeihen, dies ist nicht meine Absicht und ausnahmsweise begebe ich mich hier in eine Art Selbsttherapie.
Aus aktuellem Anlass möchte ich nun über etwas schreiben, das mich derzeit sehr beschäftig. Und zwar so sehr, dass es mich in anderen, wichtigen Dingen blockiert. Und indem ich es nun aufschreibe, also die Gedanken aus mir heraus lasse, hoffe ich, dadurch gewisse Dinge loslassen zu können, damit ich mich endlich wirklich Wichtigem widmen kann. Nun wird es in einigen Passagen schon sehr persönlich, was ich eigentlich gern vermeiden wollte. Und ob es eine gute Idee ist, weiß ich nicht, aber das Risiko werde ich nun wohl einfach mal eingehen müssen.
Nun also, ich befinde mich ja derzeit in einer Findungsphase der Extreme. Es ist so, dass sich so einiges, was ich bisher in meinem Leben für lebenswert hielt, auf einem extremen Prüfungsstand befindet. Es wird alles beleuchtet von allen Seiten, und auch die Schattenseiten werden begutachtet, ob diese nun lebenswert sind oder nicht. Es ist ein bisschen, wie wenn man ein Kartenhaus baut, und alles bis ins kleinste Detail wundervoll ausschmückt. Und wenn man meint, es sei fertig, begutachtet man es im Ganzen und man stellt fest, man kann es aus den Gründen X,Y nicht so lassen oder es gefällt einem schlicht und einfach nicht. Die einzige Lösung? Kaputtschlagen und wieder neu aufbauen, von 0 anfangen, sich neu anstrengen. Und in solchen Momenten kommt man dann, mehr als einmal und mehr als einen lieb ist, in Kontakt mit sich selbst und damit auch seinen Schmerzen und Schwächen.
Doch, so bequem wie wir Menschen wohl sind, ist nicht etwa unsere erste Reaktion:“Toll, dieser Schmerz. Woher kommt er? Warum ist er da? Wie kann ich diesen Part meines Lebens jetzt heilen?“ Nein unsere normale Reaktion ist:“Oh nee, das tut weh. Da geh ich nicht hin. Und wenn ich auch nicht ausweichen kann, dann bleib ich halt sitzen, dann geht es eben nicht weiter. Naja, morgen vielleicht. Aber heute, nee, also heute muss ich mir das echt nicht antun.“ Die normale bequeme menschliche Reaktion. Es wird ignoriert und schön weit runter gedrückt. Und an genau diesem Punkt haben wir nun das „fatale und gefährliche“ Internet.
Es kann schön sein, und es gibt so viele tolle Dinge, die wir dank des Internets miteinander teilen, über die wir zusammen lachen und weinen können. Das Internet ist die virtuelle Verbindung der gesamten Welt. Doch allzu leicht wird es auch gern von uns ausgenutzt. Denn wir wollen nicht durch die Schmerzen gehen, aber wir wollen erleben, was im realen Leben nur hinter diesen Schmerzen möglich ist.
Stell dir vor, du fällst in ein Loch. Also, du bist depressiv, schlecht gelaunt. Und anstelle dir zu sagen, wie du aus diesem Loch herauskommst, kommt einer und bietet dir eine Brille an, eine magische 3D-Brille. Diese setzt du auf und fängst an dein Leben zu tapezieren, wie du es dir wünschst. Mit viel Erfolg und tollen Dingen und ohne diese lästigen Schmerzen des reellen Lebens. Man hat virtuellen Kontakt zu anderen und man kann sich sein Leben bunt malen. Und das verheerende ist, das man virtuell „echte“ Reaktion auf seine „Taten“ bekommt. Andere, die genau wie man selbst sich, einige mehr, andere weniger, in dieses unreale Leben verflüchtigen, applaudieren einem, jubeln einem zu. Toll, wie du das machst. Klasse, du bist ja richtig erfolgreich. Du erzählst ja auch nur, was du willst. Und es gibt den einen oder anderen naiven, der dich tatsächlich als diesen Superhelden hält, als den du dich nur ausgibst.
Doch so schnell wie diese gekommen sind, können diese auch wieder verschwinden. Sie sind plötzlich nicht mehr da, weil auch nie wirklich da gewesen, weil das alles nur virtuell ist. Und an dem einen oder anderen Punkt wirst du wohl oder übel deine magische 3D-Brille abnehmen müssen. Du wirst sehen, dass du immer noch nur in diesem schwarzen Loch bist. Du bist nicht da draußen der Superheld, der erfolgreiche, der übernatürliche, DER Macher (der Einfachheit halber männlich gelassen, aber auch Frauen sind gemeint ;)). Du bist und bleibst schlicht und einfach ein Mensch.
Doch es gibt sie, diese Macher in der realen Welt. Und fragst du sie, werden sie dir erzählen, wie sie durch diese Schmerzen hindurch gegangen sind anstatt sie ignoriert zu haben. Sie sind hunderttausend Male hingefallen. Wie jeder. Nur der Unterschied ist, sie sind das Risiko eingegangen und deshalb konnten sie bei dem hunderttausendersten Mal wieder aufstehen und über diese Klippe rüber springen.
Je nach ihrem Alter hatten sie in diesem Leben das Internet vielleicht nicht. Diese schöne Nebensache, in der alles so einfach ist. Sie wollten etwas, und haben dafür etwas im reellen Leben getan, anstatt ihre Energie in einem virtuellen Leben verpuffen zu lassen. Sie haben die Energie genutzt, und zwar reell und jetzt berichten diese Macher, von diesem reellen Leben, im Internet. Sie benutzen es, damit sie damit anderen Menschen erreichen. Und anstelle uns das anzuhören, und zu sagen:“ Wow, das will ich auch. Wo ist der Schmerz in meinem Leben? Lass mich das schnell hinter mich bringen!“ sagen wir stattdessen, cool, ja aber ich bin ja auch etc. pp.
Dieses Leben im Internet gaukelt uns auch vor, das alles so einfach und schnell zu machen sei. Doch gut Ding will Weile haben, dies war vor 500 Jahren so, es ist auch heute noch so (auch wenn wir uns das nicht eingestehen wollen) und es wird in den nächsten 500 Jahren nach wie vor so sein. Schnella, höha, weita ist unsere Phantasie, aber das Gras wächst deswegen nicht schneller.
Das Internet ist zu voll von Menschen, die ihr „mehr Schein als Sein“ Leben darstellen, anstelle sich um die Schattenseiten zu kümmern. Ich gebe zu, in gewisser Weise bin ich in eine Art Sog hineingeraten und habe mich mitziehen lassen. Der Schmerz, den ich jetzt spüre, der ist schon immer dagewesen. Wenn er jetzt stark erscheint, dann nur, weil er sich mit voller Wucht den Weg nach oben gebahnt hat.
Es ist halt immer so, je mehr man etwas zu ignorieren versucht, desto stärker wird dieses Etwas und irgendwann scheint es ein großes Monster zu werden. Und in dem Moment, wo wir uns darum kümmern, ist es plötzlich wieder ganz klein und wimmernd. Und dann, ganz schnell, wir haben es gar nicht gemerkt, sind wir durch diesen Schmerz hindurch und befinden uns auf der anderen Seite und wow, das Leben, das wir uns virtuell vorgestellt haben, ist real.
Wie oft ich bereits hingefallen bin, weiß ich nicht, ich habe irgendwann aufgehört zu zählen. Ich schätze ich sollte damit wieder anfangenn, damit ich mich mit jedem neuen Fallen freuen kann, dass ich ein Stück näher bin an meinem eigenen hundertausendundersten Mal…
Aus aktuellem Anlass möchte ich nun über etwas schreiben, das mich derzeit sehr beschäftig. Und zwar so sehr, dass es mich in anderen, wichtigen Dingen blockiert. Und indem ich es nun aufschreibe, also die Gedanken aus mir heraus lasse, hoffe ich, dadurch gewisse Dinge loslassen zu können, damit ich mich endlich wirklich Wichtigem widmen kann. Nun wird es in einigen Passagen schon sehr persönlich, was ich eigentlich gern vermeiden wollte. Und ob es eine gute Idee ist, weiß ich nicht, aber das Risiko werde ich nun wohl einfach mal eingehen müssen.
Nun also, ich befinde mich ja derzeit in einer Findungsphase der Extreme. Es ist so, dass sich so einiges, was ich bisher in meinem Leben für lebenswert hielt, auf einem extremen Prüfungsstand befindet. Es wird alles beleuchtet von allen Seiten, und auch die Schattenseiten werden begutachtet, ob diese nun lebenswert sind oder nicht. Es ist ein bisschen, wie wenn man ein Kartenhaus baut, und alles bis ins kleinste Detail wundervoll ausschmückt. Und wenn man meint, es sei fertig, begutachtet man es im Ganzen und man stellt fest, man kann es aus den Gründen X,Y nicht so lassen oder es gefällt einem schlicht und einfach nicht. Die einzige Lösung? Kaputtschlagen und wieder neu aufbauen, von 0 anfangen, sich neu anstrengen. Und in solchen Momenten kommt man dann, mehr als einmal und mehr als einen lieb ist, in Kontakt mit sich selbst und damit auch seinen Schmerzen und Schwächen.
Doch, so bequem wie wir Menschen wohl sind, ist nicht etwa unsere erste Reaktion:“Toll, dieser Schmerz. Woher kommt er? Warum ist er da? Wie kann ich diesen Part meines Lebens jetzt heilen?“ Nein unsere normale Reaktion ist:“Oh nee, das tut weh. Da geh ich nicht hin. Und wenn ich auch nicht ausweichen kann, dann bleib ich halt sitzen, dann geht es eben nicht weiter. Naja, morgen vielleicht. Aber heute, nee, also heute muss ich mir das echt nicht antun.“ Die normale bequeme menschliche Reaktion. Es wird ignoriert und schön weit runter gedrückt. Und an genau diesem Punkt haben wir nun das „fatale und gefährliche“ Internet.
Es kann schön sein, und es gibt so viele tolle Dinge, die wir dank des Internets miteinander teilen, über die wir zusammen lachen und weinen können. Das Internet ist die virtuelle Verbindung der gesamten Welt. Doch allzu leicht wird es auch gern von uns ausgenutzt. Denn wir wollen nicht durch die Schmerzen gehen, aber wir wollen erleben, was im realen Leben nur hinter diesen Schmerzen möglich ist.
Stell dir vor, du fällst in ein Loch. Also, du bist depressiv, schlecht gelaunt. Und anstelle dir zu sagen, wie du aus diesem Loch herauskommst, kommt einer und bietet dir eine Brille an, eine magische 3D-Brille. Diese setzt du auf und fängst an dein Leben zu tapezieren, wie du es dir wünschst. Mit viel Erfolg und tollen Dingen und ohne diese lästigen Schmerzen des reellen Lebens. Man hat virtuellen Kontakt zu anderen und man kann sich sein Leben bunt malen. Und das verheerende ist, das man virtuell „echte“ Reaktion auf seine „Taten“ bekommt. Andere, die genau wie man selbst sich, einige mehr, andere weniger, in dieses unreale Leben verflüchtigen, applaudieren einem, jubeln einem zu. Toll, wie du das machst. Klasse, du bist ja richtig erfolgreich. Du erzählst ja auch nur, was du willst. Und es gibt den einen oder anderen naiven, der dich tatsächlich als diesen Superhelden hält, als den du dich nur ausgibst.
Doch so schnell wie diese gekommen sind, können diese auch wieder verschwinden. Sie sind plötzlich nicht mehr da, weil auch nie wirklich da gewesen, weil das alles nur virtuell ist. Und an dem einen oder anderen Punkt wirst du wohl oder übel deine magische 3D-Brille abnehmen müssen. Du wirst sehen, dass du immer noch nur in diesem schwarzen Loch bist. Du bist nicht da draußen der Superheld, der erfolgreiche, der übernatürliche, DER Macher (der Einfachheit halber männlich gelassen, aber auch Frauen sind gemeint ;)). Du bist und bleibst schlicht und einfach ein Mensch.
Doch es gibt sie, diese Macher in der realen Welt. Und fragst du sie, werden sie dir erzählen, wie sie durch diese Schmerzen hindurch gegangen sind anstatt sie ignoriert zu haben. Sie sind hunderttausend Male hingefallen. Wie jeder. Nur der Unterschied ist, sie sind das Risiko eingegangen und deshalb konnten sie bei dem hunderttausendersten Mal wieder aufstehen und über diese Klippe rüber springen.
Je nach ihrem Alter hatten sie in diesem Leben das Internet vielleicht nicht. Diese schöne Nebensache, in der alles so einfach ist. Sie wollten etwas, und haben dafür etwas im reellen Leben getan, anstatt ihre Energie in einem virtuellen Leben verpuffen zu lassen. Sie haben die Energie genutzt, und zwar reell und jetzt berichten diese Macher, von diesem reellen Leben, im Internet. Sie benutzen es, damit sie damit anderen Menschen erreichen. Und anstelle uns das anzuhören, und zu sagen:“ Wow, das will ich auch. Wo ist der Schmerz in meinem Leben? Lass mich das schnell hinter mich bringen!“ sagen wir stattdessen, cool, ja aber ich bin ja auch etc. pp.
Dieses Leben im Internet gaukelt uns auch vor, das alles so einfach und schnell zu machen sei. Doch gut Ding will Weile haben, dies war vor 500 Jahren so, es ist auch heute noch so (auch wenn wir uns das nicht eingestehen wollen) und es wird in den nächsten 500 Jahren nach wie vor so sein. Schnella, höha, weita ist unsere Phantasie, aber das Gras wächst deswegen nicht schneller.
Das Internet ist zu voll von Menschen, die ihr „mehr Schein als Sein“ Leben darstellen, anstelle sich um die Schattenseiten zu kümmern. Ich gebe zu, in gewisser Weise bin ich in eine Art Sog hineingeraten und habe mich mitziehen lassen. Der Schmerz, den ich jetzt spüre, der ist schon immer dagewesen. Wenn er jetzt stark erscheint, dann nur, weil er sich mit voller Wucht den Weg nach oben gebahnt hat.
Es ist halt immer so, je mehr man etwas zu ignorieren versucht, desto stärker wird dieses Etwas und irgendwann scheint es ein großes Monster zu werden. Und in dem Moment, wo wir uns darum kümmern, ist es plötzlich wieder ganz klein und wimmernd. Und dann, ganz schnell, wir haben es gar nicht gemerkt, sind wir durch diesen Schmerz hindurch und befinden uns auf der anderen Seite und wow, das Leben, das wir uns virtuell vorgestellt haben, ist real.
Wie oft ich bereits hingefallen bin, weiß ich nicht, ich habe irgendwann aufgehört zu zählen. Ich schätze ich sollte damit wieder anfangenn, damit ich mich mit jedem neuen Fallen freuen kann, dass ich ein Stück näher bin an meinem eigenen hundertausendundersten Mal…
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